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Auffällig ist nämlich, dass an Rhein und Ruhr erstens wenige der besonders problematischen Langzeitbezieher – also jener Personen, die innerhalb von zwei Jahren 21 Monaten hilfebedürftig sind, – integriert werden können. Diese zweitens aber auch nur in geringem Maße aktiviert werden. Zwar sind auch in Sachsen-Anhalt die Erfolge bei der Eingliederung der Langzeitbezieher überschaubar, doch wenigstens setzt man an der Elbe konsequent auf Aktivierung: Hier nehmen fast 14 Prozent der Langzeitbedürftigen an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teil, während es in Nordrhein-Westfalen nur die Hälfte ist.

Wieder andere Bundesländer aktivieren zwar auch wenig, können aber trotzdem bessere Erfolge bei der Eingliederung Langzeitarbeitsloser vorweisen: In Bayern etwa finden binnen 12 Monaten 19,5 Prozent der Langzeitbezieher einen Job, in Nordrhein-Westfalen sind es nur 14,8 Prozent – hinter Bremen der zweitschlechteste Wert aller Bundesländer.

Die Verantwortung für die Arbeitsmarktpolitik liegt bei den Job-Centern. Auf dieser Ebene gibt es im Problemland NRW erhebliche Unterschiede. So gelingt in Steinfurt, Herford und Leverkusen die Integration nicht wesentlich schlechter als in Bayern. In Recklinghausen, Lippe und Oberhausen dagegen gehen niedrige Aktivierungsbemühungen mit geringen Integrationserfolgen Hand in Hand.

Die Aktivierung – also die regelmäßige Konfrontation von Hilfebedürftigen mit Hilfsangeboten, aber auch mit der Forderung nach Eigeninitiative – könnte sich als Schlüssel für die Integration von schwer vermittelbaren Arbeitslosen erweisen. Die Arbeitslosen dürfen nicht wochen- oder gar monatelang ohne Ansprache von den Job-Centern bleiben. Dafür sind unter anderem ausreichend Ressourcen in den Job-Centern erforderlich.

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