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Während Kritiker zuvor gewarnt hatten, dass das geringe Eigenkapital von im Extremfall nur einem Euro unseriöse Gründer in die haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft locken könnte, gibt es hierfür nach Erhebungen des Deutschen Industrie- und Handelkammertags (DIHK) keine Anhaltspunkte. Stattdessen wird die neue Rechtsform mit den entschlackten Regelungen - wie einem Muster-Gesellschaftsvertrag, der nur notariell beglaubigt werden muss - vor allem von Dienstleistungsgründern genutzt, deren Kapitalbedarf gering ist.

Forscher der Uni Jena haben bis Jahresende 2009 schon 22.700 Unternehmergesellschaften in den elektronischen Handelsregistern ermittelt. Bezogen auf die Gespräche zur Existenzgründungsberatung in den IHK entschieden sich 2009 7 Prozent der Gründungswilligen für die „UG“.

Die Nutzung des Konkurrenzmodells, der Limited, geht dagegen nach Auskunft des DIHK deutlich zurück. Die scheinbar günstige Möglichkeit, nach britischem Recht in Deutschland ein Unternehmen zu gründen, ist nämlich mit Fußangeln versehen. So ist jährlich ein Geschäftsbericht in englischer Sprache bei den Behörden des Königreichs einzureichen; bei Missachtung der Auflagen drohen Strafen.

Damit scheint der mit der Reform verbundene Wunsch aufzugehen, über die haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft Gründungswilligen einen bürokratiearmen Weg zum eigenen Unternehmen zu ebnen. Der Clou: Die UG dient als Einstieg zur „richtigen“ GmbH, da jedes Jahr ein Viertel der Gewinne zurückgelegt werden muss, bis die 25.000 Euro Stammkapital beisammen sind.

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