Quelle: Fotolia
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Griechenland muss vor allem jene Staatsausgaben kürzen, die eindeutig überdimensioniert und Ergebnis einer notorischen Klientelwirtschaft sind. Das ist beispielsweise im überbesetzten öffentlichen Dienst so – hier wird die Regierung nicht um einen Stellenabbau herumkommen.

Darüber hinaus geht es um Reformen für mehr Gerechtigkeit. Das heißt im Einzelnen:

  • Weitere Lohnkürzungen für die verbleibenden Staatsbediensteten. Im öffentlichen Dienst sind die Löhne meist sehr viel höher als in der Privatwirtschaft.
  • Abgaben, die vor allem die Wohlhabenden treffen, stärker erhöhen. Zudem muss die Steuerflucht ins Ausland sanktioniert werden.
  • Strukturreformen umsetzen. Viele freie Berufe wie Anwälte, Apotheker oder Architekten sind stark vor Konkurrenz abgeschottet. Wegen dieser Klientelwirtschaft können die Insider in diesen Sparten leichtes Geld verdienen, während die Außenstehenden und vor allem junge gut ausgebildete Menschen das Nachsehen haben. Gesetze, die diese Pfründe beseitigen, sind zwar schon beschlossen, doch die Umsetzung stockt. Hier ist viel mehr Nachdruck gefragt.
Italiens Banken nach Referendum
IW-Nachricht, 5. Dezember 2016

Italien Unsicherheit kann Banken destabilisierenArrow

Die Banca Monte die Pasci di Siena, die drittgrößte Bank Italiens, muss bis zum Ende dieses Jahres einen Großteil ihrer Problemkredite ab- und Eigenkapital aufbauen. Der Ausgang des Referendums macht die Erfüllung dieser EZB-Auflage schwieriger. Andere italienische Banken stehen vor ähnlichen Problemen. mehr

5. Dezember 2016

Referendum „Italien ist ein anderes Kaliber als Griechenland“Arrow

Italien hat sich gegen eine Parlamentsreform entschieden, Ministerpräsident Matteo Renzi ist zurückgetreten. Im Interview spricht Jürgen Matthes, Leiter des Kompetenzfelds Internationale Wirtschaftsordnung und Konjunktur am Institut der deutschen Wirtschaft Köln, über das Wahlergebnis und dessen Folgen. mehr auf iwd.de

New Skills Agenda der EU-Kommission
IW-Nachricht, 5. Dezember 2016

New Skills Agenda der EU-Kommission Image der Berufsausbildung verbessernArrow

Die Europäische Woche der Berufsbildung soll die berufliche Ausbildung attraktiver machen. Das duale Ausbildungssystem in Deutschland kann dabei insbesondere Ländern mit hoher Jugendarbeitslosigkeit als Vorbild dienen. mehr