Griechenland Image
Quelle: Fotolia

Die Hilfen des Euro-Rettungsschirms sind unumstößlich an Reformbedingungen geknüpft. Wenn die neue griechische Regierung den Reformkurs grundsätzlich in Frage stellen würde, dürften die Hilfszahlungen deshalb nicht wie geplant weiter fließen. Andernfalls könnten auch andere Krisenländer Zugeständnisse einfordern und den Reformkurs aufweichen.

Ohne Hilfszahlungen aber würde die griechische Wirtschaft ins Chaos stürzen. Der Staat könnte Gehälter und Sozialleistungen nicht mehr vollständig zahlen und das geschwächte griechische Bankensystem drohte zusammenzubrechen. Ein Austritt Griechenlands aus dem Euro wäre dann nicht mehr ausgeschlossen. Dies hätte wahrscheinlich gravierende Ansteckungseffekte auf andere Eurostaaten wie Italien und Spanien.

Doch eventuell würden die Euro-Politiker auch dann noch einen Ausweg finden. Sie könnten den Hellenen gewisse punktuelle, aber symbolträchtige Aufweichungen anbieten. Auf keinen Fall dürften jedoch Strukturreformen, die Wachstum bringen sollen, gestrichen werden.

Ansprechpartner

EU-Austritt
IW-Nachricht, 17. Januar 2017

EU-Austritt Harter Brexit, weiche Landung?Arrow

Die Briten wollen den harten Brexit: raus aus dem Binnenmarkt und raus aus der Zollunion. Das machte Premierministerin Theresa May in ihrer heutigen Rede klar. Doch auch das muss nicht das Ende des freien Handels zwischen der EU und Großbritannien bedeuten. Vielmehr ist ein Freihandelsabkommen 3.0 – also einer neuen Generation – denkbar. Dafür müssen aber beide Seiten aufeinander zugehen. mehr

IW-Unternehmensbefragung – Brexit
IW-Pressemitteilung, 12. Januar 2017

IW-Unternehmensbefragung Keine Angst vor dem BrexitArrow

Die große Mehrheit der Unternehmen in Deutschland reagiert gelassen auf den drohenden Brexit. Nur rund jedes 50. Unternehmen befürchtet starke Produktionseinbußen, wie eine IW-Umfrage zeigt. Die britische Regierung kann in den Austrittsverhandlungen folglich nicht darauf setzen, dass sich die deutsche Wirtschaft für weiche Kompromisse zugunsten der Briten einsetzt. mehr

Digitaler Binnenmarkt
IW-Nachricht, 10. Januar 2017

Digitaler Binnenmarkt Europa, einig Datenraum?Arrow

Daten sind die Währung des digitalen Zeitalters. Um das Potenzial einer europäischen Datenwirtschaft optimal zu nutzen, möchte die Europäische Kommission die Datenrechte weiter vereinheitlichen. Das ist längst überfällig, um den Anschluss an die USA nicht völlig zu verlieren. mehr