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Ersten Meldungen zufolge verfügt nicht nur der Gesundheitsfonds nach Abzug gesetzlicher Rücklagen über ein Finanzpolster von knapp 5 Milliarden Euro. Weitere 10 Milliarden Euro sollen auch auf den Konten einzelner Kassen schlummern.Dabei ist gar nicht vorgesehen, dass die AOK, die Barmer oder andere Krankenkassen Rücklagen über längere Sicht horten. Denn das Zurückhalten von Überschüssen führt zu einem „Sperrklinkeneffekt“ und behindert den Versicherungswettbewerb: Im Fall eines Wechsels würde ein Versicherter nämlich die Chance verlieren, von den Rücklagen zu profitieren, obwohl er zuvor mitgeholfen hat, das Polster anzusparen.Um dem entgegenzuwirken, sollte der Beitragssatz so weit gesenkt werden, dass die Mittel aus dem Gesundheitsfonds weniger als 100 Prozent der Ausgaben decken. Dann müssen zwar einige Kassen Zusatzprämien erheben; andere Kassen aber, die effizient wirtschaften, können auf eine solche Prämie verzichten oder sogar Beiträge zurückerstatten – zugunsten der kostenbewussten Versicherten.

Gesetzliche Krankenversicherung – Beitragsparität gibt es nicht
IW-Nachricht, 26. August 2016

Gesetzliche Krankenversicherung Beitragsparität gibt es nichtArrow

Vor der Bundestagswahl plädieren zahlreiche Stimmen dafür, zur Beitragsparität in der Gesetzlichen Krankenversicherung zurückkehren. Doch der Vorschlag streut nur Sand in die Augen der Versicherten, denn paritätisch geht es in der GKV schon lange nicht mehr zu. Daran würde selbst eine „Rückkehr“ nichts ändern. mehr

Gesetzliche Krankenversicherung
IW-Nachricht, 16. August 2016

Gesetzliche Krankenversicherung Falsche Therapie erstickt WettbewerbArrow

Je höher die Zusatzbeiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung steigen, desto eher wechseln Versicherte die Kasse. Das erhöht den Wettbewerb im Gesundheitssystem. Entsprechend kontraproduktiv wäre es, wenn der Zusatzbeitrag abgeschafft würde, nur weil er immer weiter steigt. mehr