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Eine Studie der Barmer GEK will aufgedeckt haben, dass die Bevölkerungsalterung bislang nicht annähernd so dramatische Auswirkungen auf die Ausgabenentwicklung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hat, wie oftmals behauptet. Allerdings ist diese scheinbar verblüffende Erkenntnis weder neu, noch zeigt sie alle Facetten der künftigen Entwicklung.

So steht Deutschland das Gros des demografisch bedingten Ausgabenanstiegs noch bevor. Nach einer IW Studie wird – bei ansonsten unveränderten Bedingungen – allein die Bevölkerungsalterung die Ausgaben der GKV bis zum Jahr 2050 um ein Viertel gegenüber dem Status quo erhöhen.

Richtig ist zwar, dass andere Ausgabentreiber noch größere Kosten-Effekte nach sich ziehen. Fehlanreize fördern nicht nur ineffizientes Verhalten, sie führen auch zu Mehrausgaben durch den medizinisch-technischen Fortschritt. Deshalb erhöhen sich die Ausgaben bis 2050 selbst bei einer stabilen Bevölkerung um mehr als die Hälfte.

Dennoch sollte der demografische Einfluss nicht bagatellisiert werden. Weil das beitragspflichtige Ruhestandseinkommen in der Regel niedriger ausfällt als das Erwerbseinkommen, sorgt ein höherer Altenanteil zukünftig auch für geringere Einnahmen.

Mittelfristig kommt die GKV deshalb nicht daran vorbei, die Versorgung stärker über den Wettbewerb zu steuern. Dies wird aber nur gelingen, wenn gleichzeitig auch auf der Finanzierungsseite Preisunterschiede deutlich werden – etwa über eine Gesundheitsprämie. Die könnte nämlich umso niedriger ausfallen, je besser es der einzelnen Krankenkasse gelingt, eine qualitativ hochwertige Versorgung auch kostengünstig anzubieten. Der Sozialausgleich sollte ohnehin über das Steuer-Transfersystem erfolgen, weil er dort treffsicher organisiert werden kann.

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Veranstaltung, 10. November 2016

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Das Jahr 2017 steht im Zeichen der Bundestagswahl, deren Ausgang auch für die Alterssicherung richtungsweisend sein kann. Denn die nächste Legislaturperiode wird die letzte sein, bevor die Baby-Boomer nach und nach in den Ruhestand wechseln. Noch besteht die Möglichkeit, den Ausgleich zwischen den Generationen zu tarieren, doch es ist Eile geboten. mehr

Gesetzliche Krankenversicherung – Beitragsparität gibt es nicht
IW-Nachricht, 26. August 2016

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Vor der Bundestagswahl plädieren zahlreiche Stimmen dafür, zur Beitragsparität in der Gesetzlichen Krankenversicherung zurückkehren. Doch der Vorschlag streut nur Sand in die Augen der Versicherten, denn paritätisch geht es in der GKV schon lange nicht mehr zu. Daran würde selbst eine „Rückkehr“ nichts ändern. mehr