Gesetzliche Frauenquote Image
Frauen Quelle: Frank – Fotolia

Ab 2016 sollen die größten 108 voll mitbestimmungspflichtigen und börsennotierten Unternehmen neue Aufsichtsratspositionen zu mindestens 30 Prozent mit Frauen besetzen. Ansonsten bleiben die Aufsichtsratssitze leer – so die Drohung von Familienministerin Manuela Schwesig und Justizminister Heiko Maas.

Mit diesen Regierungsplänen werden bisherige Fortschritte in der Wirtschaft in keiner Weise honoriert. Ganz im Gegenteil: Das geplante Gesetz ist ein klares Signal, dass die Eigeninitiative der Wirtschaft nach Ansicht der Politik nicht ausreicht. Und das, obwohl sich in Deutschland ein positiver Trend hin zu mehr weiblichen Führungskräften zeigt.

Noch immer gibt es allerdings strukturelle Hindernisse, die Frauen in der Regel stärker als Männer treffen, wenn sie Karriere machen wollen – beispielsweise bei der Kinderbetreuung. Zudem gibt es gerade in der Industrie schlichtweg nicht genügend weibliche Bewerber um Führungsaufgaben. Denn Frauen entscheiden sich in ihrer Berufswahl seltener für die sogenannten MINT-Berufe, also Jobs im Bereich der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Das geplante Gesetz kämpft also nur gegen ein Symptom und beachtet seine vielfältigen Ursachen nicht. Das ist gefährlich, denn Verhaltensstudien zeigen, dass dies den Betriebsfrieden stören kann. Denn sowohl weiblichen als auch männlichen Beschäftigten ist es schwer zu vermitteln, dass das Geschlecht und nicht allein die Leistung für eine Beförderung ausschlaggebend ist.

Ansprechpartner

30. November 2016

Digitalisierung Digital und mobil für die FamilieArrow

Immer mehr Menschen in Deutschland arbeiten digital und mobil. Das führt zu einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie – wenn die Unternehmen die Chancen der Digitalisierung ergreifen. mehr auf iwd.de

IW-Trends, 24. November 2016

Andrea Hammermann / Oliver Stettes Familienfreundliche Arbeitswelt im Zeichen der Digitalisierung – Befunde auf Basis des Unternehmensmonitors Familienfreundlichkeit 2016Arrow

Die Digitalisierung birgt Potenziale, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Laut aktuellen Befragungsergebnissen im Rahmen des Unternehmensmonitors Familienfreundlichkeit 2016 sind Unternehmen und Beschäftigte gleichermaßen davon überzeugt. Fast jedes zweite stark digitalisierte Unternehmen – das sogenannte Unternehmen 4.0 – weist eine ausgeprägt familienfreundliche Unternehmenskultur auf. mehr

Digitalisierte Arbeit
IW-Pressemitteilung, 24. November 2016

Digitalisierte Arbeit Flexibler für die FamilieArrow

Setzen Unternehmen verstärkt auf mobiles Arbeiten, nehmen Beschäftigte ihren Arbeitgeber als besonders familienfreundlich wahr. Das zeigt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer Studie. Für Beschäftigte ist die Digitalisierung eine Chance, Familie und Beruf besser zu vereinbaren – und die Unternehmen macht die Digitalisierung für Fachkräfte attraktiver. mehr