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Nötig geworden war diese Maßnahme aufgrund der starken Verunsicherung auf dem Interbankenmarkt. Die Kreditinstitute des Euroraums hatten sich in letzter Zeit untereinander immer weniger vertraut und kaum noch gegenseitig mit Liquidität versorgt. Stattdessen lagerten die Banken ihr Geld bei der EZB. Ob die Europäische Zentralbank mit dieser Maßnahme nachhaltigen Erfolg erzielt, ist allerdings fraglich. Mit der Bereitstellung der Gelder sorgt sie zwar dafür, dass die Banken weiterhin liquide bleiben, doch weder die Schuldenkrise der Länder noch die Vertrauenskrise unter den Banken werden mit diesem Refinanzierungspaket gelöst. Es ist sogar zu befürchten, dass die Kreditinstitute das frische Geld nicht zur gegenseitigen Kreditvergabe nutzen, um es dann beispielsweise in europäische Staatsanleihen zu investieren, sondern dass sie es wieder bei der Zentralbank deponieren.

Unterm Strich ist die Liquiditätsoffensive der EZB deshalb nur als Tropfen auf den heißen Stein zu werten. Denn die Ursache des mangelnden Vertrauens der Banken untereinander, die Euro-Krise, löst die EZB mit ihrer Aktion nicht. Dies zeigte sich bereits am Mittwoch, als die Kurse spanischer und italienischer Anleihen wieder deutlich fielen. Die EZB kann mit ihrem Finanzierungsgeschäft höchstens ein psychologisches Signal setzen und die Angst der Märkte ein wenig lindern. Weil das aber auf Dauer nicht reichen dürfte, ist die nächste Liquiditätspritze bereits für den Februar angekündigt.

IW-Kurzbericht, 16. Februar 2017

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After the economic recovery has strengthened and inflation rates have increased, hopes for higher interest rates emerged among savers, while debtors began to fear higher financing costs. This article argues, that there is room for higher interest rates, but this room is small compared to historical interest rate levels. mehr

Maastricht ebnet Weg zum Euro: Ein Vertrag mit Schwächen
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Heute vor 25 Jahren wurde der Vertrag von Maastricht unterzeichnet. Er war ein Meilenstein auf dem Weg zur EU in ihrer heutigen Form und auch zum Euro. Doch für Partystimmung sorgt das Jubiläum nicht. Ein Gastbeitrag von IW-Ökonom Berthold Busch auf n-tv.de. mehr

6. Februar 2017

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Seit Jahren schlittert die Europäische Union von einer Krise in die andere – vorläufiger Höhepunkt war das Brexit-Votum im vergangenen Jahr. Doch trotz aller Widrigkeiten: Die Mehrheit der Europäer hält den Euro für eine gute Sache. mehr auf iwd.de