Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern Image
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Denn um den Abstand zwischen den Arbeitseinkommen zu berechnen, haben die DIW-Forscher die steuerpflichtigen Bruttojahresverdienste genutzt. Bei dieser Betrachtungsweise wirken sich unterschiedlich lange Arbeitszeiten und Teilzeitbeschäftigungen besonders stark aus. Das Ergebnis sind deshalb deutlich höhere Einkommensunterschiede als bei der sonst üblichen Betrachtung von Stundenlöhnen, da Frauen in Deutschland ja noch immer viel häufiger mit geringerer Stundenzahl arbeiten als Männer.

Hätten die Forscher zudem – wie eigentlich üblich – berücksichtigt, dass Frauen und Männer sich unter anderem bei der Wahl ihres Berufes und in der Erwerbsbiografie unterscheiden, würde vom Einkommensunterschied der DIW-Studie wenig übrig bleiben.

Ähnlich zu bewerten ist die Empörung darüber, dass Lohnersatzleistungen und Renten bei Frauen und Männern unterschiedlich hoch ausfallen. Schließlich leiten sie sich aus dem früheren Erwerbseinkommen ab.

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Arbeitszeitwünsche von Frauen und Männern
IW-Kurzbericht, 17. Januar 2017

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Frauen und Männer haben unterschiedliche Präferenzen hinsichtlich des Umfangs ihrer Arbeitszeit. Eine Auswertung des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) verdeutlicht, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine zentrale Ursache für divergierende Arbeitszeitwünsche darstellt. Allerdings unterscheiden sich die Wunscharbeitszeiten auch bei Frauen und Männern ohne Betreuungspflichten noch deutlich. mehr

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Im Jahr 2016 waren so viele Menschen in Deutschland beschäftigt wie nie zuvor. Dennoch hat die Regierung in dieser Legislaturperiode noch zwei Arbeitsmarktreformen auf der Agenda: das Lohngerechtigkeitsgesetz und den Rechtsanspruch auf befristete Teilzeit. Beide Gesetze sind weder nötig noch hilfreich. mehr

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In den vergangenen Jahren sind viele Frauen aus dem Osten in den Westen gegangen. Inzwischen verlassen mehr Männer den Osten. Das geht aus einer Studie vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hervor. Dennoch herrscht demnach in den strukturschwachen Regionen weiter Männerüberschuss. IW-Migrationsforscher Wido Geis auf MDR Aktuell zu den Folgen. mehr