G20-Gipfel Image
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Schon kurz nach dem Kollaps von Lehman Brothers vor fünf Jahren waren sich die G20-Staaten einig, dass sie die Finanzmärkte neu regeln und alle bestehenden Schlupflöcher für Finanzakteure schließen müssen. In Sankt Petersburg geht es nun um zwei riesige Schlupflöcher: Schattenbanken und Steueroasen.

Die Staats- und Regierungschefs haben zu diesen beiden Komplexen Beschlüsse und Aktionspläne vorbereitet, die wohl abgenickt werden. Natürlich, sagen Kritiker zu Recht, hat es bis zu diesem Konsens sehr lange gedauert. Und doch ist die Einigkeit ein sehr großer Fortschritt. In der Medienlandschaft allerdings geht dieser Erfolg weitgehend unter.

Das ist fatal. Nicht zuletzt, weil es vom Grundsatzbeschluss, Schattenbanken sowie Steuer- und Regulierungsoasen stärker in die internationale Finanz- und Steuerdisziplin einzubinden, bis zur effektiven Umsetzung dieser Ziele noch ein weiter Weg ist. Deshalb sollte auch die mediale Öffentlichkeit ein Interesse daran haben, dass dieses G20-Thema mit Nachdruck vorangetrieben wird.

Doch ob das gelingt, ist nicht sicher: Die Gruppe der G20 hat in den vergangenen Jahren an Einigkeit, Entscheidungswillen und Strahlkraft verloren. Nicht zuletzt, weil mehr und mehr die nationalen Partikularinteressen wieder hochkamen. Doch die Finanzmarktregulierung wird mit einem Flickenteppich voller Schlupflöcher nicht funktionieren – wie die Erfahrung gezeigt hat.

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Bankenregulierung sollte nicht alle über einen Kamm scheren
Gastbeitrag, 3. Februar 2017

Markus Demary in der Zeitschrift Profil Bankenregulierung sollte nicht alle über einen Kamm scherenArrow

Die wissenschaftlichen Berater von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel forderten laut Medienberichten eine stärkere Regulierung der Banken. Sie folgten dabei einem Vorschlag des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht. Dieses Vorhaben ist aber aus mehreren Gründen problematisch. Ein Gastbeitrag in der Zeitschrift Profil von IW-Finanzmarktökonom Markus Demary. mehr

Bankenregulierung
IW-Nachricht, 21. Dezember 2016

Bankenregulierung Nicht alle über einen Kamm scherenArrow

Die wissenschaftlichen Berater von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel fordern laut Medienberichten, die Banken stärker zu regulieren. Doch das würde nicht nur die deutschen Geldinstitute unnötig belasten – auch die Verbraucher wären die Leidtragenden. mehr

The Case for Reviving Securitization
IW-Kurzbericht, 26. September 2016

Markus Demary The Case for Reviving SecuritizationArrow

European financial markets are still fragmented. A lack of cross-border lending and cross-border asset holdings hinders the financing of the economy, the conduct of monetary policy as well as cross-border risk-sharing against asymmetric shocks. Reviving the market for securitizations is vital for achieving these goals. A true European Capital Markets Union is needed, but there are still a lot of obstacles to overcome. mehr