Frauenquote Image
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Doch verbindliche Besetzungsquoten lösen nicht die Ursachen für eine unterproportionale Vertretung von Frauen in Führungspositionen auf: Frauen entscheiden sich bei der Berufswahl seltener als Männer für technische Berufe, was den Kreis weiblicher Anwärterinnen auf Führungspositionen, die technische Qualifikationen mitbringen sollen, beschränkt. Auch Erwerbsunterbrechungen und reduzierte Arbeitszeiten in einer Phase, in der das Fundament für den beruflichen Aufstieg gelegt wird, erweisen sich als Handikap beim Erklimmen der Karriereleiter.

Eine starre Frauenquote hebelt den Grundsatz aus, dass für die Besetzung von Führungspositionen die vorhandenen Kompetenzen und bislang gezeigten Leistungen ausschlaggebend sein sollten und nicht die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Geschlecht. Dass die Unternehmen zudem längst für die Geschlechterfrage sensibilisiert sind, zeigt ein Vorschlag vom vergangenen Herbst: Die 30 DAX-Unternehmen haben schon vor einigen Monaten eine freiwillige Selbstverpflichtung vorgestellt, mit der sie sich realistische, unternehmensspezifische und messbare Ziele zur Steigerung des Frauenanteils in Führungsfunktionen setzen.

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IW-Direktor Michael Hüther
Interview, 10. Februar 2017

Michael Hüther in der Frankfurter Allgemeinen „Vorstandsgehälter sind die Sache des Aufsichtsrats“Arrow

Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erklärt Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, warum er von dem Vorschlag der SPD, Managergehälter zu begrenzen, nichts hält und warum sich ein gesetzlicher Eingriff verbietet. mehr

Arbeitszeitwünsche von Frauen und Männern
IW-Kurzbericht, 17. Januar 2017

Holger Schäfer / Jörg Schmidt Arbeitszeitwünsche von Frauen und MännernArrow

Frauen und Männer haben unterschiedliche Präferenzen hinsichtlich des Umfangs ihrer Arbeitszeit. Eine Auswertung des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) verdeutlicht, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine zentrale Ursache für divergierende Arbeitszeitwünsche darstellt. Allerdings unterscheiden sich die Wunscharbeitszeiten auch bei Frauen und Männern ohne Betreuungspflichten noch deutlich. mehr

Interview, 9. Januar 2017

Wido Geis im MDR "Problem Männerüberschuss"Arrow

In den vergangenen Jahren sind viele Frauen aus dem Osten in den Westen gegangen. Inzwischen verlassen mehr Männer den Osten. Das geht aus einer Studie vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hervor. Dennoch herrscht demnach in den strukturschwachen Regionen weiter Männerüberschuss. IW-Migrationsforscher Wido Geis auf MDR Aktuell zu den Folgen. mehr