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Die Tarifautonomie, die auch das Streikrecht umfasst, basiert auf dem Gedanken, dass keine Seite die andere dauerhaft übervorteilen kann. Spartengewerkschaften wie die GdF bringen diese Verhandlungsparität aber zunehmend in Schieflage. Die DFS beziffert den Anstieg der Personalkosten aufgrund des neuen Abschlusses auf 9 Prozent. Im Vergleich zu anderen Tarifabschlüssen ist dies ein Ergebnis, das den Verdacht nahe legt, dass die Vermeidung eines Streiks teuer bezahlt wird. Allein die Streikdrohung einer Berufsgruppe mit wirtschaftlicher Schlüsselstellung reicht mithin aus, um einen herausgehobenen Tarifabschluss durchzusetzen.

Die Macht der Lotsen folgt aus der monopolistischen Marktstruktur in der Flugsicherung. Sie ergibt sich aber auch, weil Dritte, die die Kosten des Tarifabschlusses letztlich finanzieren müssen, nicht am Verhandlungstisch sitzen: die Fluggesellschaften und ihre Passagiere. Der Chef der Monopolkommission hat deshalb eine „Missbrauchskontrolle für Spartengewerkschaften“ gefordert. Ohne ein gesetzlich geregeltes Arbeitskampfrecht hat eine solche Forderung aber wenig Aussicht auf Umsetzung. Nach dem Ende der Tarifeinheit wird eine Diskussion über arbeitskampfrechtliche Regelungen dringlicher denn je.

17. August 2016

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Nachdem im vergangenen Jahr einige Verhandlungen aus dem Ruder liefen, ist im ersten Halbjahr 2016 wieder Ruhe in die Tarifpolitik eingekehrt. Es gab keine Großkonflikte und die Spartengewerkschaften agierten bislang geräuschlos. mehr auf iwd.de

IW-Kurzbericht, 22. Juli 2016

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22. Juli 2016

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In ihrer Kampagne „Mein Leben – meine Zeit: Arbeit neu denken!“ widmet sich die IG Metall dem Thema Arbeitszeit und stellt einen Forderungskatalog auf, der umfangreicher kaum sein könnte: mehr Gerechtigkeit, mehr Selbstbestimmung, mehr Sicherheit sowie betriebs- und tarifpolitische Bausteine. Da ist es angebracht, an die Geschäftsgrundlage der 35-Stunden-­Woche zu erinnern – den sogenannten Leber-Kompromiss von 1984. mehr auf iwd.de