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Die Airlines sind in unterschiedlichem Maße von der Krise getroffen. Während die Billigflieger nur ihre Expansion drosseln müssen, haben die großen Liniengesellschaften mit schweren Einbußen zu kämpfen. Bei Deutschlands Nummer 1, der Lufthansa, gab es im ersten Halbjahr 2009 rund 6 Prozent weniger Passagiere als ein Jahr zuvor; das Frachtaufkommen brach zweistellig ein. Nicht zuletzt deshalb hat die Lufthansa für 2.600 Beschäftigte im Frachtbereich und 1.000 Mitarbeiter der Bodenabfertigung Kurzarbeit angemeldet. In der Verwaltung sollen 400 Stellen wegfallen, doch wenn sich der Frachtverkehr nicht erholt, ist auch dort mit einem Abbau zu rechnen. Bei der vor kurzem übernommenen Tochter Austrian Airlines stehen 1.000 Arbeitsplätze zur Disposition - jede achte Stelle.

Besser steht Air Berlin da, weil das Unternehmen nicht im Frachtsegment aktiv ist und die Zahl seiner angebotenen Sitzplätze bereits im Umfang des Passagierrückgangs eingedampft hat. Im August konnte sogar die Kapazitätsauslastung auf 84 Prozent erhöht werden, das war ein Prozentpunkt mehr als im Vorjahresmonat.

Europaweit betrachtet ist British Airways besonders unter Druck, da die Engländer stark auf Geschäftskunden setzen. Die Reisebudgets der Unternehmen wurden aber massiv zusammengestrichen; Videokonferenzen und Billigtickets ersetzen vielerorts frühere Business Tickets. Nach einem deutlichen finanziellen Verlust im zweiten Quartal 2009 stehen weitere 2.000 Jobs zur Disposition; im Winterhalbjahr sollen 5 Prozent der Flugzeuge am Boden bleiben. Auch Air France-KLM verstärkt die Sparanstrengungen und will 1.500 Stellen streichen – vor allem in der Bodenabfertigung.

12. September 2016

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