London sperrt sich Image
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Während die Finanzmärkte Europas zu einem integrierten Finanzmarkt zusammen wachsen, handeln die Aufsichtsinstitutionen oberflächlich betrachtet weitgehend unkoordiniert. Die Europäische Kommission möchte die Zusammenarbeit der nationalen Aufsichten intensivieren und dazu neue Institutionen schaffen. Der Europäische Rat für Systemrisiken soll die Stabilität des Finanzsystems insgesamt überwachen und damit eine wichtige Lücke der Finanzaufsicht schließen.Die Institutionen des Finanzsystems und die Wertpapiermärkte werden zwar schon auf nationaler Ebene überwacht. Doch diese Kontrolle soll in Zukunft durch drei neue Institutionen – eine für Banken, eine für Versicherungen und eine für Wertpapiermärkte – koordiniert werden. Dadurch erhofft man sich einheitliche Regeln und Konsequenzen.

Eine besser koordinierte Aufsichtsarbeit ist zweifellos begrüßenswert, aber die Rechnung wird man nicht ohne London machen können, schließlich ist das der wichtigste Europäische Finanzplatz. Die Briten misstrauen bekanntlich und nicht ohne Grund der europäischen Bürokratie. Es wird deshalb noch viel Wasser die Themse, die Seine und den Rhein hinunterfließen, bis neue Institutionen für die Finanzaufsicht entstehen. Wichtiger als die Institutionen sind sowieso die inhaltlichen Regeln und die werden in Basel vorbereitet und später in nationales Recht umgesetzt.

The Case for Reviving Securitization
IW-Kurzbericht, 26. September 2016

Markus Demary The Case for Reviving SecuritizationArrow

European financial markets are still fragmented. A lack of cross-border lending and cross-border asset holdings hinders the financing of the economy, the conduct of monetary policy as well as cross-border risk-sharing against asymmetric shocks. Reviving the market for securitizations is vital for achieving these goals. A true European Capital Markets Union is needed, but there are still a lot of obstacles to overcome. mehr