Finanzaufsicht in Europa Image
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Eine Schwäche der Aufsicht in der Finanzkrise war die mangelnde internationale Koordinierung der zuständigen Institutionen. Schon vor der Krise haben die Behörden zwar zusammen gearbeitet, allerdings hatte dies einen eher informellen und hauptsächlich beratenden Charakter. Die jetzt zu schaffenden Institutionen sollen mehr Kompetenzen bekommen: Sie dürfen selbst Vorschläge für technische Standards entwickeln, so dass sich das Aufsichtrecht einheitlich besser umsetzen lässt. Sie sollen ferner Meinungsverschiedenheiten beilegen und im Krisenfall – der typischerweise eine internationale Dimension haben wird – koordinieren.

Die beiden Institutionen ESRS und ESFS sollen arbeitsteilig vorgehen: Bei der Mikroaufsicht durch die ESFS geht es um die Beaufsichtigung der einzelnen Finanzinstitutionen (bspw. Banken, Versicherungen etc.) und Wertpapiermärkte. Der Ausschuss für Systemrisiken (ESRS) widmet sich Fehlentwicklungen, die beim Blick auf einzelnen Institutionen zunächst unbedenklich scheinen, die aber problematisch sind, wenn sie von vielen Banken synchron umgesetzt werden. Wenn beispielsweise eine Bank zu riskante Wertpapiere verkauft, dann ist das für sich genommen nicht unlogisch; es ist aber verheerend, wenn es alle gleichzeitig machen: Die Preise fallen dann ins Bodenlose oder der Markt friert ganz ein. Gerade die Blindheit gegenüber den Systemrisiken wurde zuletzt als Schwäche erkannt.

Bankenregulierung sollte nicht alle über einen Kamm scheren
Gastbeitrag, 3. Februar 2017

Markus Demary in der Zeitschrift Profil Bankenregulierung sollte nicht alle über einen Kamm scherenArrow

Die wissenschaftlichen Berater von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel forderten laut Medienberichten eine stärkere Regulierung der Banken. Sie folgten dabei einem Vorschlag des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht. Dieses Vorhaben ist aber aus mehreren Gründen problematisch. Ein Gastbeitrag in der Zeitschrift Profil von IW-Finanzmarktökonom Markus Demary. mehr

ECB Might Overshoot the Inflation Target
IW-Kurzbericht, 1. Februar 2017

Markus Demary / Michael Hüther ECB Might Overshoot the Inflation TargetArrow

The European Central Bank (ECB) has prolonged its large-scale asset purchase programs for public and private bonds in December 2016 until the end of 2017. Otherwise the programs would have expired in March 2017. Due to its strong focus on the inflation target of below, but close to 2 percent, the extension of the asset purchasing programs was expected in case of weak inflation dynamics. Inflation, however, recovered at the end of last year due to normalizing oil prices. mehr