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Im Jahr 2012 hatten 22 Prozent der Frauen im Alter zwischen 40 und 44 Jahren keine Kinder, zwei Prozent mehr als 2008. Bei hochqualifizierten Frauen lag der Anteil 2012 sogar bei 27 Prozent, 1 Prozent mehr als vier Jahre zuvor. Die hohe Kinderlosigkeit und die damit verbundene niedrige Geburtenzahl führt mittelfristig zu großen Problemen in den umlageorientierten Renten- und Sozialsystemen, da immer mehr Beitragsempfängern immer weniger Beitragszahler gegenüberstehen. Zudem drohen Engpässe am Arbeitsmarkt, weil es zu wenig Nachwuchs gibt.

Um jungen Paaren die Entscheidung für Kinder zu erleichtern, sollte die Betreuungsinfrastruktur ausgeweitet, die finanzielle Förderung indes auf das Wesentliche reduziert werden:

  • Weiterer Ausbau der Betreuungsinfrastruktur: Der positive Zusammenhang zwischen Betreuungsinfrastruktur und Geburtenraten wurde in vielen wissenschaftlichen Untersuchungen belegt. In den vergangenen Jahren hat sich insbesondere durch den Kitaausbau die Betreuungsinfrastruktur zwar maßgeblich verbessert. Dennoch sind weitere Schritte notwendig. Insbesondere sollten möglichst zügig flächendeckende Ganztagsbetreuungsangebote für Grundschulkinder eingerichtet werden.
  • Finanzielle Leistungen nicht ausbauen, Betreuungsgeld abschaffen: Die finanzielle Förderung von Familien in Deutschland ist im internationalen Vergleich sehr hoch. Mit dem umstrittenen Betreuungsgeld wurde unlängst eine zusätzliche staatliche Leistung eingeführt, die dem Ziel der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf zuwiderläuft. Deshalb sollte das Betreuungsgeld abgeschafft werden. Denn es ist für die Gesellschaft in Zeiten des Fachkräftemangels viel besser, wenn beide Elternteile dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und nicht durch finanzielle Anreize dazu gebracht werden, zu Hause zu bleiben.

Ansprechpartner

30. November 2016

Digitalisierung Digital und mobil für die FamilieArrow

Immer mehr Menschen in Deutschland arbeiten digital und mobil. Das führt zu einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie – wenn die Unternehmen die Chancen der Digitalisierung ergreifen. mehr auf iwd.de

IW-Trends, 24. November 2016

Andrea Hammermann / Oliver Stettes Familienfreundliche Arbeitswelt im Zeichen der Digitalisierung – Befunde auf Basis des Unternehmensmonitors Familienfreundlichkeit 2016Arrow

Die Digitalisierung birgt Potenziale, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Laut aktuellen Befragungsergebnissen im Rahmen des Unternehmensmonitors Familienfreundlichkeit 2016 sind Unternehmen und Beschäftigte gleichermaßen davon überzeugt. Fast jedes zweite stark digitalisierte Unternehmen – das sogenannte Unternehmen 4.0 – weist eine ausgeprägt familienfreundliche Unternehmenskultur auf. mehr

Digitalisierte Arbeit
IW-Pressemitteilung, 24. November 2016

Digitalisierte Arbeit Flexibler für die FamilieArrow

Setzen Unternehmen verstärkt auf mobiles Arbeiten, nehmen Beschäftigte ihren Arbeitgeber als besonders familienfreundlich wahr. Das zeigt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer Studie. Für Beschäftigte ist die Digitalisierung eine Chance, Familie und Beruf besser zu vereinbaren – und die Unternehmen macht die Digitalisierung für Fachkräfte attraktiver. mehr