Familienpolitik Image
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Dank des Elterngeldes können sich Vater und Mutter die betreuungsintensive Zeit nach der Geburt des Nachwuchses besser teilen. Und beide bleiben nicht lange ihrem Arbeitsplatz fern. Dadurch geht weniger berufsbezogenes Wissen und Qualifikationen verloren. Zudem sorgt das Elterngeld dafür, dass besonders Frauen der Kinder wegen nicht auf einen Job verzichten müssen. Ergänzend hierzu ist es wichtig, das Angebot an Kinderbetreuung zu erweitern – sowohl in den Kindertagesstätten als auch durch den Ausbau von Ganztagsschulen. Familienunterstützende Dienstleistungen wie zum Beispiel Haushaltshilfen runden eine wachstumsorientierte Familienpolitik ab.

Finanzierbar für den Staat sind diese Maßnahmen allemal: Auf der einen Seite werden in den kommenden Jahren aufgrund der sinkenden Kinderzahlen der Vergangenheit im Familienbudget Mittel im zweistelligen Milliardenbereich frei, die in mehr Kitas und Ganztagsschulen investiert werden können. Auf der anderen Seite profitiert der Staat später von einer höheren Wirtschaftsleistung – beispielsweise durch steigende Steuereinnahmen.

Ökonomische Auswirkungen der Familienarbeitszeit auf die Metall- und Elektro-Industrie
Gutachten, 9. Februar 2017

Holger Schäfer Ökonomische Auswirkungen der Familienarbeitszeit auf die Metall- und Elektro-IndustrieArrow

Das Familiengeld soll Eltern finanziell belohnen, die sich die Erwerbsarbeit in einem Korridor von 28 bis 36 Stunden gleichmäßig aufteilen. Eine Studie, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag des Verbandes Gesamtmetall gemacht hat, zeigt, dass diese Leistung den Fachkräfteengpass in der Metall- und Elektro-Industrie verstärkt. mehr

Deutsche Unternehmen sehen den Brexit gelassen
IW-Kurzbericht, 23. Januar 2017

Michael Grömling / Jürgen Matthes Deutsche Unternehmen sehen den Brexit gelassenArrow

Das Vereinigte Königreich (UK) will zwar aus dem Binnenmarkt austreten, mit einem umfassenden Freihandelsabkommen aber einen weitgehenden Zugang zu den EU-Absatzmärkten behalten. Es ist jedoch fraglich, ob sich die Europäische Union darauf einlässt. Die Brexiteers behaupten, dass vor allem deutsche Unternehmen, die sich um ihre Exporte in das UK sorgen, auf weiche Kompromisse zugunsten der Briten drängen, um weiterhin möglichst ungehindert Handel treiben zu können. Eine Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) stellt diese Sichtweise jedoch infrage. mehr

IW-Trends, 16. Januar 2017

Tobias Hentze / Galina Kolev Gesamtwirtschaftliche Effekte der Flüchtlingsmigration in DeutschlandArrow

Auf der einen Seite sind die Effekte der Flüchtlingsmigration auf das Pro-Kopf-Einkommen und die fiskalische Bilanz leicht negativ. Auf der anderen Seite steigern die höheren Staatsausgaben verbunden mit einer zunehmenden Anzahl erwerbstätiger Flüchtlinge das Wirtschaftswachstum. mehr