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Die gezahlten Transfers sollten gezielt in Kinderbetreuung und Ganztagsschulen investiert werden, um Bildungs- und Kinderarmut zu bekämpfen, so die Empfehlung. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt auch eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, die im „Monitor Familienforschung" veröffentlicht wurde. Sie bewertet die bereits unternommenen Schritte der Politik allerdings optimistischer. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland mit seiner finanziellen Förderung für Familien wie beispielsweise Kinder- und Elterngeld sowie Steuererleichterungen in der Spitzengruppe Europas. An dieser Stelle zu investieren, ist keinesfalls wirkungslos, sondern trägt zu einem guten Teil dazu bei, Kinder- und Bildungarmut zu reduzieren.

So liegt die Bundesrepublik im Kampf gegen diese Phänomene denn auch bereits heute im guten Mittelfeld Europas. Der Anteil der Jugendlichen ohne abgeschlossene Berufsausbildung etwa ist niedriger als in den meisten anderen europäischen Ländern und auch die sogenannte Gruppe der Risikoschüler bei PISA ist in den letzten Jahren kleiner geworden. Betrachtet man, wie viele Kinder nach Sozialleistungen noch mit Armut zu kämpfen haben, stehen nur die Skandinavier und einige wenige andere europäische Länder besser da - Platz 7 unter 19 Staaten für Deutschland.

Während Deutschland das eine politische Handlungsfeld, die finanzielle Förderung, bereits gut nutzt, hapert es beim zweiten, der Infrastruktur. In der Vergangenheit mangelte es etwa an Kinderbetreuungsplätzen sowie guten Kindertagesstätten und Ganztagsschulen. Dabei weisen Länder, die hier ordentlich aufgestellt sind, im Durchschnitt eine höhere Frauenerwerbsquote auf, und haben weniger mit Kinder- und Bildungsarmut zu kämpfen. Hier wurde in den letzten Jahren jedoch reagiert: der Ausbau der Betreuung für unter Dreijährige beispielsweise weist in die richtige Richtung.

Die deutsche Politik sollte aber in den kommenden Jahren zusätzliche Ausgaben im Bildungsbereich vor allem dazu einsetzen, die Ganztagsschulinfrastruktur weiter auszubauen. Durch solche Maßnahmen könnte Deutschland im Kampf gegen die Kinder- und Bildungsarmut von einem Platz im Mittelfeld in die Spitzengruppe innerhalb Europas aufrücken.

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