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Richtig ist: Bereits heute gibt es in Deutschland zu wenig Ingenieure. Im Oktober 2010 waren 66.700 offene Stellen für Ingeniere verfügbar, doch nur rund 24.000 Ingenieure galten als arbeitslos. Zu Beginn des letzten Aufschwungs im Herbst 2005 waren es noch mehr als doppelt so viele – damals zählten die Arbeitsagenturen rund 56.000 Ingenieure ohne Job. Selbst wenn heute alle arbeitslosen Ingenieure vermittelt werden könnten, ließen sich aktuell mehr als 40.000 offene Stellen nicht besetzen.

In Zukunft wird der Ingenieurmangel noch deutlich zunehmen. Bereits aktuell scheiden jährlich rund 35.600 Ingenieure aus Altersgründen aus dem Arbeitsmarkt aus. Mitte des nächsten Jahrzehnts werden es mehr als 48.000 Ingenieure im Jahr sein. Da außerdem die Zahl der Jobs für Ingeniere steigen wird (um jährlich etwa 35.000), kann der jährliche Gesamtbedarf von 70.000 bis 85.000 Fachkräften nicht gedeckt werden: Die Zahl der Erstabsolventen, die ein ingenieurwissenschaftliches Studium absolviert haben, beträgt aktuell rund 47.000. Von diesen Akademikern wiederum stammen rund 10 Prozent aus dem Ausland, wohin sie nach dem Studium auch häufig wieder zurückkehren.

Anmerkungendes IWzum DIW-Wochenbericht
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IW-Kurzbericht, 14. Februar 2017

Oliver Koppel / Axel Plünnecke Erste Erfolge der qualifizierten Zuwanderung aus IndienArrow

Bereits in den letzten Jahren haben Zuwanderer erheblich zur Fachkräftesicherung in MINT-Berufen beigetragen. Bestrebungen, MINT-Zuwanderer aus dem Herkunftsland Indien zu gewinnen, zeigen erste Erfolge – sowohl die Zahl der Beschäftigten in akademischen MINT-Berufen als auch die Zahl der Studierenden in MINT-Fächern sind zuletzt deutlich gestiegen. mehr

23. Dezember 2016

Demografie Generation WunschkonzertArrow

Deutschland hat eine der niedrigsten Geburtenraten weltweit. Der chronische Kindermangel hat sich längst auf dem Arbeitsmarkt niedergeschlagen: Junge Jobstarter haben so viele Chancen wie noch nie. In den Unternehmen sind Berufseinsteiger als „knappe Ressource“ so stark nachgefragt, dass sie ihre Wünsche und Vorstellungen oft durchsetzen können. mehr auf iwd.de

Handlungsbedarf in MINT-Fächern
Gastbeitrag, 13. Dezember 2016

Christina Anger in der Fuldaer Zeitung Handlungsbedarf in MINT-FächernArrow

Im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) sind gegenwärtig deutlich mehr Stellen zu besetzen als Personen arbeitslos gemeldet sind. Vor diesem Hintergrund sind die Ergebnisse der aktuellen Pisa-Erhebung keine gute Nachricht, schreibt IW-Bildungsökonomin Christina Anger in der Fuldaer Zeitung. mehr