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Richtig ist: Bereits heute gibt es in Deutschland zu wenig Ingenieure. Im Oktober 2010 waren 66.700 offene Stellen für Ingeniere verfügbar, doch nur rund 24.000 Ingenieure galten als arbeitslos. Zu Beginn des letzten Aufschwungs im Herbst 2005 waren es noch mehr als doppelt so viele – damals zählten die Arbeitsagenturen rund 56.000 Ingenieure ohne Job. Selbst wenn heute alle arbeitslosen Ingenieure vermittelt werden könnten, ließen sich aktuell mehr als 40.000 offene Stellen nicht besetzen.

In Zukunft wird der Ingenieurmangel noch deutlich zunehmen. Bereits aktuell scheiden jährlich rund 35.600 Ingenieure aus Altersgründen aus dem Arbeitsmarkt aus. Mitte des nächsten Jahrzehnts werden es mehr als 48.000 Ingenieure im Jahr sein. Da außerdem die Zahl der Jobs für Ingeniere steigen wird (um jährlich etwa 35.000), kann der jährliche Gesamtbedarf von 70.000 bis 85.000 Fachkräften nicht gedeckt werden: Die Zahl der Erstabsolventen, die ein ingenieurwissenschaftliches Studium absolviert haben, beträgt aktuell rund 47.000. Von diesen Akademikern wiederum stammen rund 10 Prozent aus dem Ausland, wohin sie nach dem Studium auch häufig wieder zurückkehren.

Anmerkungendes IWzum DIW-Wochenbericht
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