Fachkräftegipfel Meseberg
Quelle: Fotolia
Fachkräftegipfel Meseberg
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Auf dem morgigen Fachkräftegipfel streitet die Bundesregierung erneut über ein Zuwanderungskonzept. Der große Wurf ist jedoch nicht zu erwarten. Im Vorfeld des Fachkräftegipfels empfahl die Kanzlerin der Wirtschaft vielmehr bereits, sich die nötigen Mitarbeiter vorrangig in Deutschland zu suchen. Sie verkennt dabei offenbar, dass inzwischen selbst die Bundesagentur für Arbeit versucht, im europäischen Ausland geeignete arbeitslose Ingenieure zu rekrutieren, da sie diese im Inland nicht mehr findet.

Immerhin: Die bürokratische Vorrangprüfung – nur, wenn es keinen Bewerber aus Deutschland und der EU gibt, darf ein ausländischer genommen werden – für Ingenieure und Ärzte dürfte künftig entfallen. Eine erfolgreiche Politik darf sich jedoch nicht nur an aktuellen Arbeitsmarktengpässen orientieren, sondern muss vielmehr langfristig ausgerichtet sein. Wer in Meseberg jedoch darauf hofft, dass die Mindestverdienstgrenze für qualifizierte Zuwanderer sinkt, das deutsche Zuwanderungsrecht entbürokratisiert wird oder gar ein qualifikationsorientiertes Zuwanderungskonzept auf den Weg gebracht wird, der dürfte enttäuscht werden.

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Während viele ländliche Gebiete Deutschlands veröden, boomen die Großstädte. Das wird in den kommenden 20 Jahren so bleiben, zeigen Bevölkerungsprognosen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) für Berlin, Frankfurt und München. Allein Berlin wird 500.000 neue Bewohner gewinnen. mehr