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Das IAB bezieht sich bei der Einschätzung auf Befragungen, die zeigen, dass sich Unternehmen eher durch fehlende Aufträge als durch fehlende Fachkräfte in ihrem Wachstum behindert sehen. Einen Fachkräfteengpass gebe es vielmehr in den Gesundheitsberufen.

Ein Blick in die Statistik zeigt jedoch, dass neben den Stellen in Gesundheitsberufen es Jobs für MINT-Fachkräfte sind, die am Arbeitsmarkt am längsten unbesetzt bleiben, weil sich keine geeigneten Bewerber finden. Auch die Relation von gemeldeten offenen Stellen zu Arbeitslosen zeigt nach Auswertungen der Bundesagentur für Arbeit sowohl für Gesundheits- als auch MINT-Berufe eine große Lücke. Auch die Einstiegslöhne von Hochschulabsolventen der technischen Fächer sind nach Untersuchungen des Hochschulinformationssystems (HIS) in den vergangenen Jahren besonders stark gestiegen.

Und auch die volkswirtschaftliche Literatur besagt folgendes: Volkswirtschaften haben ihr langfristiges Wohlergehen vor allem der Verfügbarkeit von gut ausgebildeten Arbeitskräften und dem technischen Fortschritt zu verdanken. Die langfristigen Auswirkungen zusätzlicher Hochqualifizierter auf Innovation und Wachstum und damit auf die Wertschöpfung sind zudem wesentlich größer, als die meisten Berechnungen zu kurzfristigen Wertschöpfungsverlusten ergeben.

Denn unabhängig vom Auf und Ab der Konjunktur und damit der Nachfrage gilt: Fehlen Fachkräfte, schränkt das die Expansionspläne der Unternehmen ein. Die Konjunkturpolitik mag in wirtschaftlich schlechten Zeiten milliardenschwere Hilfsprogramme auflegen, um die Nachfrage und damit das Wachstum der Unternehmen wieder in Gang zu bringen – doch selten wirken solche Maßnahmen genau dort, wo sie gebraucht werden. Besser sind Investitionen in die frühkindliche Bildung und zusätzliche Hochschulkapazitäten, wie auch schon der Sachverständigenrat mit einem Verweis auf Studien des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln in seinem Gutachten 2008/2009 betont hat.

23. Dezember 2016

Demografie Generation WunschkonzertArrow

Deutschland hat eine der niedrigsten Geburtenraten weltweit. Der chronische Kindermangel hat sich längst auf dem Arbeitsmarkt niedergeschlagen: Junge Jobstarter haben so viele Chancen wie noch nie. In den Unternehmen sind Berufseinsteiger als „knappe Ressource“ so stark nachgefragt, dass sie ihre Wünsche und Vorstellungen oft durchsetzen können. mehr auf iwd.de

Handlungsbedarf in MINT-Fächern
Gastbeitrag, 13. Dezember 2016

Christina Anger in der Fuldaer Zeitung Handlungsbedarf in MINT-FächernArrow

Im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) sind gegenwärtig deutlich mehr Stellen zu besetzen als Personen arbeitslos gemeldet sind. Vor diesem Hintergrund sind die Ergebnisse der aktuellen Pisa-Erhebung keine gute Nachricht, schreibt IW-Bildungsökonomin Christina Anger in der Fuldaer Zeitung. mehr

PISA-Studie
IW-Nachricht, 6. Dezember 2016

Neue PISA-Studie Großer Handlungsbedarf in MINT-FächernArrow

Nach einem jahrelangen Aufwärtstrend haben sich die Kompetenzen deutscher Schüler zuletzt nicht weiter verbessert. In Mathematik und den Naturwissenschaften haben sie sich im Vergleich zu anderen OECD-Staaten sogar leicht verschlechtert. Das ist insbesondere angesichts des steigenden Fachkräftebedarfs in den MINT-Berufen eine schlechte Nachricht. mehr