Auch wenn sich das Klima in Deutschland eher moderat ändern dürfte, kann es trotzdem bedeutende volkswirtschaftliche Schäden verursachen. Schon heute sind Extremwetterereignisse und ihre Folgen für Wirtschaft und Gemeinwesen spürbar, wie eine aktuelle bundesweite Befragung von Unternehmen und Kommunen durch das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt.

Heute sind bereits rund 15 Prozent der deutschen Unternehmen negativ beispielsweise von Hochwasser, Stürmen oder Trockenheit betroffen. Doch in rund 20 Jahren dürften es schon fast doppelt so viele sein. Vor allem höhere Temperaturen, Starkregen und Stürme bereiten der Wirtschaft in Zukunft Sorge. Lediglich etwa ein Zehntel der befragten Unternehmensvertreter geht davon aus, dass von den Klimaveränderungen, beispielsweise milderen Wintern, profitiert werden kann.

Noch deutlicher machen sich klima- und wetterbedingte Risiken in deutschen Städte und Gemeinden bemerkbar. Derzeit sieht sich über ein Viertel der befragten Kommunen direkt von Klimafolgen betroffen; in gut 20 Jahren könnten es rund dreimal so viele sein. Acht von zehn Kommunen befürchten bis dahin vor allem häufigere und stärkere Regenfälle, Hitze und Sturm – sowie die damit verbundenen Folgen für Gesundheit und Infrastruktur, etwa für die Wasserversorgung und –entsorgung. Viele Gemeinden stellt das auch vor eine große finanzielle Herausforderung.

Einen wesentlichen Beitrag zur Anpassungsfähigkeit leistet das Forschungsprogramm „KLIMZUG – Klimawandel in Regionen zukunftsfähig gestalten“, mit dem das Bundesministerium für Bildung und Forschung seit 2009 Klimaanpassungsprojekte in sieben Modellregionen fördert. Das IW Köln begleitet die KLIMZUG-Fördermaßnahme. Mehr Infos gibt es unter www.klimzug.de

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