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Die Höhe der eintägigen Einlagen bei der EZB ist ein Indiz dafür, in wie weit sich die Finanzinstitute über den Weg trauen. Denn normalerweise geben sich die Banken untereinander Kredite, anstatt die Gelder mit Zinsverlust bei der EZB zu deponieren. Allerdings ist der Zinsverlust bei den aktuell niedrigen Refinanzierungskosten kurzfristig verschmerzbar.

Die Banken geben ihr Geld zudem praktisch dem Absender zurück – Ende 2011 hatte die EZB über einen Dreijahreskredit fast 500 Milliarden Euro an die Banken der Eurozone ausgeschüttet. Generell bieten solche Mittel den Kreditinstituten ein gewisses Sicherheitspolster, sie beruhigen den Finanzmarkt und führen dazu, dass die Banken diese Gelder wieder zur gegenseitigen Kreditvergabe verwenden – allein schon aus dem Gewinnstreben der Institute heraus. Die Tatsache, dass die Institute die EZB-Gelder wieder bei der EZB lagern, zeigt nicht nur gegenseitiges Misstrauen, sondern auch, dass die Banken nicht gerade unter akuter Liquiditätsnot leiden.

Die EZB ist nun gefordert, auch darauf zu achten, dass die Banken die momentan gelagerten Gelder später nicht zur übermäßigen Kreditvergabe nutzen, was wiederum zu spekulativen Blasen führen könnte.

IW-Kurzbericht, 16. Februar 2017

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