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Ein kurzer Blick zurück: Die Finanzkrise war deshalb so schlimm, weil Investoren unvorsichtig Kredite vergaben und dabei stillschweigend – und größtenteils auch zu Recht – darauf hofften, dass denen, die ihre Schulden nicht aus eigener Kraft bedienen können, von Dritten geholfen wird. Auch aus diesem Grund haben internationale Investoren Griechenland lange zu sehr niedrigen Zinsen Kredite gegeben. Die Investoren spekulierten auf die europäische Solidarität und ignorierten die sogenannte No-Bail-Out-Klausel, ohne die Deutschland den Maastricht-Vertrag kaum akzeptiert hätte. Jene verbietet eigentlich die Kollektivierung von Schulden. Jetzt Euroanleihen – außerhalb des Europäischen Stabilitätsfonds – auszugeben hieße, diese Fehlentwicklung zum Prinzip zu erheben.

Die Bundesregierung verweist zu Recht darauf, dass Länder mit einer souveränen Wirtschaftspolitik auch souverän genug sein müssen, ihre Schulden selbst zu verantworten. Die Deutschen haben die D-Mark nur gegen den Euro getauscht, weil sie davon ausgingen, dass sie nicht für andere, die dasselbe Zahlungsmittel nutzen, geradestehen müssen. Mit einer Euroanleihe würde dieses Prinzip auf den Kopf gestellt.

IW-Unternehmensbefragung – Brexit
IW-Pressemitteilung, 12. Januar 2017

IW-Unternehmensbefragung Keine Angst vor dem BrexitArrow

Die große Mehrheit der Unternehmen in Deutschland reagiert gelassen auf den drohenden Brexit. Nur rund jedes 50. Unternehmen befürchtet starke Produktionseinbußen, wie eine IW-Umfrage zeigt. Die britische Regierung kann in den Austrittsverhandlungen folglich nicht darauf setzen, dass sich die deutsche Wirtschaft für weiche Kompromisse zugunsten der Briten einsetzt. mehr

Digitaler Binnenmarkt
IW-Nachricht, 10. Januar 2017

Digitaler Binnenmarkt Europa, einig Datenraum?Arrow

Daten sind die Währung des digitalen Zeitalters. Um das Potenzial einer europäischen Datenwirtschaft optimal zu nutzen, möchte die Europäische Kommission die Datenrechte weiter vereinheitlichen. Das ist längst überfällig, um den Anschluss an die USA nicht völlig zu verlieren. mehr

A Game Theoretical Approach
IW policy paper, 22. Dezember 2016

Berthold Busch / Matthias Diermeier / Henry Goecke / Michael Hüther Brexit and Europe’s Future – A Game Theoretical ApproachArrow

After the UK referendum of last summer, the new institutional relationship between the UK and the EU has to be shaped. The question arises as to how relations should be conducted going forward. mehr