Euro-Rettungsfonds Image
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Denn nur, wenn sowohl die EU als auch der Internationale Währungsfonds Staaten wie Italien in die Pflicht nehmen, kann die Unruhe an den Finanzmärkten wieder beendet werden. Die Finanzakteure sind so nervös, weil sie wissen, dass Länder wie Spanien und Italien zu groß sind, um sie mit dem Rettungsschirm aufzufangen. Nur eine konsequente Konsolidierung kann die Glaubwürdigkeit zurückholen, die diese beiden Sorgenkinder im Laufe der Euro-Krise verspielt haben. Spanien scheint immerhin bereits auf einem recht guten Weg zu sein, in Italien verbreitet Ministerpräsident Berlusconi aber weiter fatale Unsicherheit. Also muss der Druck von außen zunehmen. Eine Möglichkeit: Die EFSF kauft italienische Staatsanleihen.

Bisher hat das die Europäische Zentralbank gemacht. Die EFSF kann im Gegensatz zur Notenbank aber Reformbedingungen stellen. Immerhin steht Italien wirtschaftlich so passabel da, dass ein vernünftiger Konsolidierungskurs das Wachstum nicht allzu sehr beeinträchtigen muss. Im Gegenteil: Mit den richtigen Strukturreformen – zum Beispiel einer Liberalisierung in der Dienstleistungsbranche – könnte Italien mittelfristig sogar deutlich bessere Wirtschaftszahlen als in den vergangenen Jahren präsentieren.

The Case for Reviving Securitization
IW-Kurzbericht, 26. September 2016

Markus Demary The Case for Reviving SecuritizationArrow

European financial markets are still fragmented. A lack of cross-border lending and cross-border asset holdings hinders the financing of the economy, the conduct of monetary policy as well as cross-border risk-sharing against asymmetric shocks. Reviving the market for securitizations is vital for achieving these goals. A true European Capital Markets Union is needed, but there are still a lot of obstacles to overcome. mehr

Why the ECB is not to blame for low interest rates
Gastbeitrag, 15. September 2016

Markus Demary auf EUROPP Why the ECB is not to blame for low interest ratesArrow

In the latest set of EU stress tests, several German lenders performed poorly. As Markus Demary writes in EUROPP (Blog of LSE about European Politics and Policy), some of this performance has been blamed on low interest rates squeezing the profitability of lenders. He argues that while the ECB has frequently been blamed for this situation, the reality is more complex and instead reflects long-term trends which can only be addressed by lasting structural reforms. mehr