EU-Kommission zur Kernkraft Image
Trotz der Energiewende in Deutschland: Wenn Kernkraft in den nächsten Jahrzehnten weltweit wichtig bleibt, muss Europa die Rahmenbedingungen aktiv mitgestalten. Foto: Michael Utech/iStock

Auch wenn der deutsche Kernenergieausstieg richtig ist: Bisher ziehen zu wenige Länder nach – vor allem jene nicht, die sich im wirtschaftlichen Aufholprozess befinden. So schätzt die Internationale Energieagentur, dass sich der Anteil der Kernenergie im Strommix der Nicht-OECD-Länder bis 2040 verdoppeln wird. Und selbst für die EU erwartet die Energieagentur bis dahin nur einen leichten Rückgang.

Von der großen Entsorgungsproblematik abgesehen, ist die Kernenergie für viele Länder preislich attraktiv. Überdies bietet sie die Möglichkeit, CO2-Ziele zu erreichen – und das ist mit der Vision des Klimagipfels von Paris noch wichtiger geworden.

Es ist deshalb sinnvoll, die Weiterentwicklungen der Atomenergie auf EU-Ebene mitzugestalten. Denn nur in dieser Rolle wird Europa in der Lage sein, strenge Sicherheitsstandards einzufordern und darauf zu drängen, Entsorgungsfragen verbindlich zu klären. Und: Nur dann wird die EU international technologische Standards setzen können.

Entsprechend beweist die EU-Kommission mit ihren Plänen Realitätssinn. Der würde auch der deutschen Energiewende gut tun – denn deren Erfolg wäre die beste Empfehlung, dass sich Länder weltweit von der Kernenergie abwenden.

Ansprechpartner

Referendum in Italien
IW-Nachricht, 2. Dezember 2016

Referendum in Italien Panik unangebracht Arrow

Am Sonntag stimmen die Italiener darüber ab, ob sie der vernünftigen und überfälligen Verfassungsreform ihrer Regierung zustimmen oder nicht. Das Referendum gilt auch als Vorentscheid über den Verbleib Italiens in der Europäischen Währungsunion. Doch selbst bei einem „Nein“ zu den Reformen ist ein Euro-Austritt längst nicht ausgemacht. mehr

Wahl in Frankreich
IW-Nachricht, 25. November 2016

Wahl in Frankreich Große Herausforderungen für den SiegerArrow

Am Sonntag entscheiden Frankreichs Konservative per Vorwahl, wer gegen Marine Le Pen bei der Wahl zum Staatsoberhaupt antreten wird – François Fillon oder Alain Juppé. Doch ganz gleich, wer im Frühjahr Staatsoberhaupt wird: Es warten sehr große Herausforderungen. mehr

11. November 2016

Gastbeitrag Was bedeutet es für den Rest der Welt, wenn sich die USA abschotten?Arrow

Einige außenpolitische Ankündigungen, die von Donald Trump im Wahlkampf zu hören waren, erinnern Martin Uebele an den Isolationismus des frühen 20. Jahrhunderts. Heutzutage hätte solch eine Politik schwerwiegende Folgen für das Weltgefüge, befürchtet der Dozent für „Economic and Social History“ an der Universität Groningen. mehr auf iwd.de