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Klimawandel Quelle: Robert Angermayr – Fotolia

Für 2030 werden die europäischen Mitgliedstaaten möglicherweise einen klaren Auftrag aus Brüssel erhalten: die Reduktion ihrer Treibhausgase. Wie sie dieses Ziel erreichen, bliebe allerdings ihnen überlassen. Sie können beispielsweise – wie Deutschland – den Ausbau erneuerbarer Energien forcieren und so CO2-Emissionen vermeiden. Sie können aber auch einfach weniger Energie verbrauchen – etwa in der Industrie, in den Privathaushalten oder im Straßen- und Schienenverkehr. Es würden also jeweils dort Emissionen eingespart, wo es für die Beteiligten am günstigsten beziehungsweise einfachsten möglich ist. Und genau das ist ja der Grundgedanke ökonomisch sinnvoller Umweltpolitik.

Wohingegen zusätzliche Ziele fürs Energiesparen oder den Ausbau erneuerbarer Energien, wie sie bisher in der europäischen Strategie 2020 verankert waren, diese Wahlfreiheit einschränken. Letztlich führte das dazu, dass die Umweltpolitik teurer wurde, ohne dass mehr Emissionen eingespart wurden. Seit langem mahnen Ökonomen daher eine kohärentere Klimapolitik an. Mit dem Vorschlag der Kommission ist auf EU-Ebene jetzt ein erster Schritt in die richtige Richtung getan.

Ansprechpartner

5. Dezember 2016

Energiewende Netzentgelte im FokusArrow

Bisher galt die EEG-Umlage, über die der Ausbau der erneuerbaren Energien finanziert wird, als der große Kostenblock in der Energiewende. Inzwischen entstehen aber auch immer mehr indirekte Kosten – und die erhöhen die Netzentgelte weiter. mehr auf iwd.de

2. Dezember 2016

Erneuerbare Energien Was Solarstrom und Windkraft bremst Arrow

Viele Länder setzen bei der Stromerzeugung zunehmend auf erneuerbare Energien, sodass auf der ganzen Welt mehr und mehr Solaranlagen und Windräder installiert werden. Dass diese nicht überall gleich gut ausgelastet sind, liegt nicht nur an den Standortbedingungen. mehr auf iwd.de

Pläne der EU-Kommission: Auch wir müssen mehr recyceln
Gastbeitrag, 1. Dezember 2016

Adriana Neligan in der Alternativen Kommunalpolitik Pläne der EU-Kommission: Auch wir müssen mehr recycelnArrow

Deutschland recycelt derzeit offiziell 64 Prozent seiner Siedlungsabfälle und ist damit Spitzenreiter in Europa, schreibt IW-Ökonomin Adriana Neligan in der Zeitschrift Alternative Kommunalpolitik. Allerdings wird hier auch Abfall als recycelt gewertet, der verbrannt wird. Die EU-Kommission will in Zukunft nur noch solche Abfälle als recycelt ansehen, die auch tatsächlich wiederverwertet werden. mehr