Erwachsenen-PISA Image
Quelle: Robert Kneschke – Fotolia

Getestet wurden im PIAAC die Alltagskompetenzen von Erwachsenen in den Bereichen Lesen, alltagsmathematische Kompetenz und Problemlösekompetenz im Kontext neuer Technologien. Bei der Lesekompetenz erreichen deutsche Erwachsene 270 Punkte, der OECD-Durchschnitt liegt bei 273 Punkten. Auffällig ist der höhere Anteil von Personen, die nicht über die niedrigsten zwei der 6 Kompetenzstufen hinauskommen – er beträgt 17,5 Prozent.

Im Bereich Mathematik schneidet Deutschland leicht überdurchschnittlich ab. Dieser Vorsprung resultiert daraus, dass vergleichsweise viele Personen in den oberen Kompetenzstufen liegen. Im unteren Bereich bestehen kaum Unterschiede zum OECD-Durchschnitt. Die Kompetenzen im Bereich des technologiebasierten Problemlösens sind in Deutschland vergleichbar zum OECD-Durchschnitt.

Positiv fällt auf, dass die Jüngeren sowohl im Lesen als auch in der Mathematik kompetenter sind als ältere Personen: 14 Prozent der 16- bis 24-Jährigen erreichen die oberen zwei Kompetenzstufen beim Lesen, aber nur 3,4 Prozent der 55- bis 65-Jährigen.

Handlungsbedarf ergibt sich vor allem hinsichtlich der Bildungsungleichheit. Denn in Deutschland ist der Kompetenzunterschied zwischen dem niedrigsten und dem höchsten Bildungsabschluss sehr groß. Sowohl bei der Kompetenzmessung der Schüler in PISA als auch bei Erwachsenen in PIAAC wird zudem deutlich, wie groß der Einfluss des Elternhauses auf die Kompetenzen ist.

Mit dem Ausbau der Kindertagesbetreuung und der Ganztagsschulen konnte der Einfluss der Herkunftsfamilie auf die Leistung von Schülern bereits verringert werden. Bildungspolitische Maßnahmen im Bereich des lebenslangen Lernens und der Nachqualifizierung von Personen mit geringen Kompetenzen könnten weiter dazu beitragen, dass auch bei Erwachsenen die Herkunft keine so große Rolle mehr spielt.

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