Entwicklung der Bundesländer Image
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Auch 2013 könnte das Wachstum der Stadt nach Einschätzung der Wirtschaftssenatorin Yzer mit 1,4 Prozent klar über dem Wert für Deutschland liegen, der von Forschungsinstituten auf 0,5 bis 1,0 Prozent taxiert wird. Dabei wachsen die Bäume in der dienstleistungsorientierten Berliner Wirtschaft zwar nicht in den Himmel: 2012 lag das Plus mit 1,2 Prozent gerade ein halbes Prozent über dem deutschen Schnitt und im industriegetriebenen Boom 2011 lagen Bayern und Baden-Württemberg mit Raten von über 4 Prozent weit vorn; doch der Aufschwung ist stetig und keine Eintagsfliege. Seit 2005 konnte die Beschäftigung um circa 19 Prozent zulegen, im ersten Halbjahr 2013 allein um 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

In Sachsen stieg die Beschäftigung seit 2005 nur um etwa 5 Prozent, im benachbarten Brandenburg um gut 6 Prozent. In den anderen Ost-Ländern war der Zuwachs noch geringer. 2012 musste das einwohnerstärkste Ost-Land Sachsen sogar einen kleinen Rückgang des BIP verkraften, während das deindustrialisierte Mecklenburg-Vorpommern um fast 2 Prozent wuchs. Mit dem Anziehen der Weltkonjunktur dürften die industriestarken Länder aber 2014 wieder besser dastehen.

Beim Arbeitsplatzzuwachs konnte Berlin in den vergangenen Jahren auch die Westländer abhängen. Gründe dafür gibt es einige: Der Tourismus boomt – bei den Gästeübernachtungen lag die Metropole an der Spree im vergangenen Jahr europaweit auf Rang drei hinter London und Paris. Zudem entstehen immer mehr hochwertige Dienstleistungsjobs. Die High-Tech-Gründerszene der Hauptstadt wird inzwischen weltweit wahrgenommen, die britische BBC fragte in einem Editorial unlängst sogar, ob in Berlin gerade ein neues Silicon Valley entsteht.

Dass die Arbeitslosigkeit trotz des Beschäftigungsbooms nicht stärker gesunken ist, hat indes einen einfachen Grund: In den vergangenen drei Jahren sind über 120.000 meist junge Menschen zugewandert, darunter viele Hochqualifizierte, die auf dem Arbeitsmarkt gute Chancen haben. Doch so setzt sich der Aufschwung – anders als in den schrumpfenden Ost-Flächenländern – nicht in einen gleich starken Rückgang der Arbeitslosigkeit um.

Mit einem zensusbereinigten Bruttoinlandsprodukt von 31.000 Euro je Einwohner 2012 kann die Hauptstadt aber noch lange nicht im Konzert der deutschen Top-Städte mitspielen. Berlin bleibt sogar noch unter dem Bundesschnitt von knapp 33.000 Euro. Fehlende Konzernzentralen und die geringe Industriedichte verhindern einen besseren Wert. Sollte unter den vielen Gründungen allerdings ein Google, SAP oder Microsoft von übermorgen sein, könnten die Karten in Deutschland neu gemischt werden.

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IW-Report
IW-Report, 20. Dezember 2016

Oliver Stettes Solo-Selbstständige nicht unter Generalverdacht stellenArrow

Stellungnahme zur öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales des nordrhein-westfälischen Landtages zum Thema „Flexible Beschäftigung – Solo-Selbstständigkeit". Das IW spricht sich dafür aus, die Abgrenzung zwischen abhängiger Beschäftigung und Werk- und Dienstverträgen angemessen und rechtssicher auszugestalten. mehr

IW-Report
IW-Report, 19. Dezember 2016

Tobias Hentze Versorgungsfonds des Landes Schleswig-HolsteinArrow

Die Errichtung des „Versorgungsfonds des Landes Schleswig-Holstein“ zum 1. Januar 2018 und die Konzentration auf eine einzige unterstützende Finanzierungsquelle für die Versorgungslasten ist ein sinnvoller Schritt. Stellungnahme zur schriftlichen Anhörung des Finanzausschusses des Schleswig-Holsteinischen Landtags zum Gesetzentwurf der Landesregierung zur Errichtung eines Versorgungsfonds. mehr