Entgeltungleichheit Image
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Denn hinter den 23 Prozent, die Männer laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2011 mehr verdienten als Frauen, steht eine Reihe von Gründen – auch auf dem Arbeitsmarkt gibt es jede Menge Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Und die muss man berücksichtigen, um die Hintergründe der Engeltungleichheit verstehen zu können. Werden also Entgelte von Frauen und Männern verglichen, die sich etwa hinsichtlich Ausbildung, Alter, Wohnregion, Dienstalter, Berufserfahrung und anderer Merkmale gleichen, schrumpft die Lücke deutlich, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln zeigt. Berücksichtigt man auch familienbedingte Erwerbspausen, zeigt sich, dass der bereinigte geschlechtsspezifische Entgeltabstand nur noch rund 4 Prozent bei Frauen mit Kindern beträgt, die spätestens nach anderthalb Jahren wieder in den Beruf zurückgekehrt sind.

Und auch die Unternehmen selbst engagieren sich im Bereich der Chancen- und Entgeltgleichheit, wie etwa das Projekt Logib-D (Lohngleichheit im Betrieb – Deutschland) des Bundesfamilienministeriums zeigt: Von den 200 kostenfreien Logib-D Beratungspaketen wurden bereits über 140 an interessierte Unternehmen vergeben. Das Ministerium wirbt mit dem Projekt Logib-D bei deutschen Arbeitgebern für mehr Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern und stellt dazu u.a. eine Analysesoftware sowie weitere Informationen über die Webseite www.logib-d.de bereit.

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Arbeitszeitwünsche von Frauen und Männern
IW-Kurzbericht, 17. Januar 2017

Holger Schäfer / Jörg Schmidt Arbeitszeitwünsche von Frauen und MännernArrow

Frauen und Männer haben unterschiedliche Präferenzen hinsichtlich des Umfangs ihrer Arbeitszeit. Eine Auswertung des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) verdeutlicht, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine zentrale Ursache für divergierende Arbeitszeitwünsche darstellt. Allerdings unterscheiden sich die Wunscharbeitszeiten auch bei Frauen und Männern ohne Betreuungspflichten noch deutlich. mehr

Arbeitsmarktreformen – Unnötige Regulierungen
IW-Nachricht, 11. Januar 2017

Entgeltgleichheitsgesetz und Rückkehrrecht Unnötige RegulierungenArrow

Im Jahr 2016 waren so viele Menschen in Deutschland beschäftigt wie nie zuvor. Dennoch hat die Regierung in dieser Legislaturperiode noch zwei Arbeitsmarktreformen auf der Agenda: das Lohngerechtigkeitsgesetz und den Rechtsanspruch auf befristete Teilzeit. Beide Gesetze sind weder nötig noch hilfreich. mehr

Interview, 9. Januar 2017

Wido Geis im MDR "Problem Männerüberschuss"Arrow

In den vergangenen Jahren sind viele Frauen aus dem Osten in den Westen gegangen. Inzwischen verlassen mehr Männer den Osten. Das geht aus einer Studie vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hervor. Dennoch herrscht demnach in den strukturschwachen Regionen weiter Männerüberschuss. IW-Migrationsforscher Wido Geis auf MDR Aktuell zu den Folgen. mehr