Entgeltlücke Image
Quelle: Fotolia

Der internationale Vergleich spiegelt die tatsächliche Situation der Frauen hierzulande nur teilweise wider. In Deutschland haben zum Beispiel deutlich mehr Frauen einen Job als in vielen anderen EU-Ländern. So waren im Jahr 2008 knapp zwei Drittel aller erwerbsfähigen Frauen erwerbstätig. Die Beschäftigungsquote ist damit gut 6 Prozentpunkte höher als im Durchschnitt der EU-27-Staaten. Zu denken geben muss auch: Vor allem Staaten mit guten Ergebnissen beim Gender Pay Gap rangieren in punkto Frauenbeschäftigung weit hinten. In Italien ist nur knapp jede zweite Frau erwerbstätig, in Belgien sind es 56 Prozent.

Niedrige Entgeltunterschiede allein sind auch kein Beleg für eine bessere Gleichstellung von Frau und Mann. Vielmehr erklären sie sich damit, dass gering qualifizierte und entsprechend geringer entlohnte Frauen in diesen Ländern deutlich seltener erwerbstätig sind. Während in Deutschland 41 Prozent der Frauen ohne abgeschlossene Berufsausbildung im Berufsleben stehen, sind dies in Italien und Belgien nur etwa drei von zehn.

Auch die übrigen Daten zeigen, dass letztlich hoch- und gering qualifizierte Männer in Italien und Belgien auf eher hoch- als gering qualifizierte Frauen treffen, mit der Folge, dass die durchschnittlichen Löhne von Männern und Frauen dort eng beieinander liegen. Das Ergebnis sind geringere Entgeltlücken in Italien und Belgien und ein vergleichsweise höherer Entgeltabstand in Deutschland.

7. Dezember 2016

Gender Gap Skandinaviern gelingt die Gleichstellung am bestenArrow

Selbst die seit elf Jahren amtierende Kanzlerin Angela Merkel konnte die Chancengleichheit hierzulande nicht nachhaltig befördern: Im aktuellen Global Gender Gap Report des Weltwirtschaftsforums rutschte Deutschland innerhalb von zehn Jahren vom respektablen Platz 5 auf Platz 13 ab. mehr auf iwd.de

Regionale Armut
IW-Pressemitteilung, 5. Dezember 2016

Regionale Armut Auf die Preise kommt es anArrow

Der Westen Deutschlands ist reich, der Osten arm – so pauschal läuft häufig die Armutsdebatte. Tatsächlich aber stehen vor allem westdeutsche Städte schlecht da, zeigt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer Studie. Die Politik könnte gegensteuern. mehr

5. Dezember 2016

Regionale Armut Städte machen armArrow

Die unterschiedlichen Preisniveaus führen dazu, dass in den deutschen Städten ein deutlich höherer Anteil der Einwohner armutsgefährdet ist als auf dem Land. Die Politik ist daher gefordert, die regionale Förderung neu auszurichten. mehr auf iwd.de