Energiekosten Image
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Doch auch die Unternehmen werden belastet. Vor allem in Branchen, wo energieintensiv gearbeitet wird – beispielsweise in Stahlwerken, Raffinerien oder Zementfabriken – wird viel Geld für Strom und Öl ausgegeben. Stark steigende Energiepreise können jedoch die internationale Wettbewerbsfähigkeit gefährden. Daran ist die Politik nicht ganz unschuldig: Denn in kaum einem Land ist der staatliche Anteil an den Energiekosten so hoch wie in Deutschland. Auch in Deutschland kannten die Energiepreise in der Vergangenheit praktisch nur eine Richtung: nach oben. Dafür gab es im Wesentlichen zwei Gründe: Zum einen hat die weltweit wachsende Nachfrage nach Energie den Preis für Gas, Öl und Kohle in die Höhe getrieben. Zum anderen hat der Staat mit immer neuen Steuern und anderen Abgaben kräftig zugelangt - Ökosteuer, Mehrwertsteuer, Konzessionsabgaben sowie die Förderung von Kraft-Wärme-Kopplung und erneuerbaren Energien. Zuletzt wurde eine Erhöhung der Umlage für erneuerbare Energien um 1,5 Cent je Kilowattstunde Strom angekündigt. Für den Strom aus Sonne, Wind und Biomasse werden dann insgesamt 3,5 Cent je Kilowattstunde fällig – das sind fast 15 Prozent der Stromrechnung eines Privathaushalts in Deutschland.

Ein durchschnittlicher Haushalt in Deutschland verbraucht 3.500 Kilowattstunden Strom im Jahr, für die er 831 Euro bezahlen muss. Allein davon gehen 348 Euro auf das Konto der staatlichen Lasten – fast 42 Prozent der Stromrechnung. Nur in Dänemark ist der Staatsanteil noch höher. Im europäischen Durchschnitt liegt er bei gerade einmal 149 Euro. Ein Haushalt in Deutschland muss also heute schon jährlich 199 Euro mehr an Steuern und Abgaben für Strom zahlen als der Durchschnitts-Europäer. Und mit der erhöhten Umlage für die erneuerbaren Energien kommen noch einmal 53 Euro im Jahr je Haushalt dazu. Um den Trend der höheren Energiekosten zu bremsen, ist insbesondere der Staat in der Pflicht – etwa indem er den Kostenanstieg für die Förderung der erneuerbaren Energien bremst.

Gastbeitrag, 8. Februar 2017

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Gutachten, 6. Februar 2017

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