Drohende Kreditklemme Image
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Die Lage dürfte auch nicht besser werden: Hatten im vergangenen Quartal 16 Prozent der befragten europäischen Banken ihre Kreditvergabestandards für Unternehmen verschärft, sind es mittlerweile schon 35 Prozent. Und die meisten wollen bei ihrem strengen Kurs bleiben.

Dabei hatte doch die Europäische Zentralbank (EZB) kurz vor Weihnachten den Banken 500 Milliarden Euro geliehen, um die Geldhäuser liquide zu halten. Schon damals wurde aber kritisiert, dass die Banken diese Gelder nicht dazu verwenden werden, mehr Kredite zu vergeben, sondern sie eher wieder bei der EZB anzulegen – und genau das ist auch passiert.

Nun stehen im Februar erneut Milliardenkredite von der EZB an die Banken an. Die Institute dürften sich wieder enorme Summe leihen. Bessern wird es die aktuelle Lage kaum: Da die wirtschaftlichen Aussichten für Europa nicht gut sind, werden die Banken die Gelder zu einem Teil wieder bei der EZB parken, anstatt sie weiter zu verleihen. Zum anderen Teil werden sie in die Aktienmärkte investiert. Dass letzteres bereits geschehen ist, zeigen weltweit die Aktienindizes – sie sind alle seit Jahresbeginn kräftig gestiegen. Der für Europa wichtige Mittelstand wird dadurch allerdings nicht unterstützt.

The Case for Reviving Securitization
IW-Kurzbericht, 26. September 2016

Markus Demary The Case for Reviving SecuritizationArrow

European financial markets are still fragmented. A lack of cross-border lending and cross-border asset holdings hinders the financing of the economy, the conduct of monetary policy as well as cross-border risk-sharing against asymmetric shocks. Reviving the market for securitizations is vital for achieving these goals. A true European Capital Markets Union is needed, but there are still a lot of obstacles to overcome. mehr

Why the ECB is not to blame for low interest rates
Gastbeitrag, 15. September 2016

Markus Demary auf EUROPP Why the ECB is not to blame for low interest ratesArrow

In the latest set of EU stress tests, several German lenders performed poorly. As Markus Demary writes in EUROPP (Blog of LSE about European Politics and Policy), some of this performance has been blamed on low interest rates squeezing the profitability of lenders. He argues that while the ECB has frequently been blamed for this situation, the reality is more complex and instead reflects long-term trends which can only be addressed by lasting structural reforms. mehr