DIW-Wochenbericht zum Fachkräftemangel Image
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Tatsächlich sind nicht dem IW Fehler bei der Berechnung der Fachkräftelücke unterlaufen, sondern dem DIW-Autor. Seine Methode basiert auf Aussagen, die das Angebot an Nachwuchs überschätzen und einen großen Teil des Bedarfs unterschlagen. So wird behauptet, dass allein im vergangenen Wintersemester mehr als 21.000 Maschinenbauingenieure an den heimischen Hochschulen ihren Abschluss gemacht hätten. Das ist falsch – bei den 21.000 Ingenieuren handelt es sich um die Gesamtzahl der Absolventen sowohl des Winter- als auch Sommersemesters. Auch beim Gesamtbedarf an Fachkräften unterschlägt das DIW eine Reihe von Berufszweigen: So erfasst der Autor nicht einmal die Hälfte aller heute erwerbstätigen Ingenieure; solche, die als Hochschulprofessoren, Geschäftsführer und leitende Angestellte in innovativen Unternehmen oder als Berater gebraucht werden, bleiben unberücksichtigt. Nach der Bedarfsschätzung des DIW-Wochenberichts würden bei der Besetzung von Maschinenbauprofessuren damit künftig keine Ingenieure mehr benötigt.

Anmerkungen des IW zum DIW-Wochenbericht
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23. Dezember 2016

Demografie Generation WunschkonzertArrow

Deutschland hat eine der niedrigsten Geburtenraten weltweit. Der chronische Kindermangel hat sich längst auf dem Arbeitsmarkt niedergeschlagen: Junge Jobstarter haben so viele Chancen wie noch nie. In den Unternehmen sind Berufseinsteiger als „knappe Ressource“ so stark nachgefragt, dass sie ihre Wünsche und Vorstellungen oft durchsetzen können. mehr auf iwd.de

Handlungsbedarf in MINT-Fächern
Gastbeitrag, 13. Dezember 2016

Christina Anger in der Fuldaer Zeitung Handlungsbedarf in MINT-FächernArrow

Im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) sind gegenwärtig deutlich mehr Stellen zu besetzen als Personen arbeitslos gemeldet sind. Vor diesem Hintergrund sind die Ergebnisse der aktuellen Pisa-Erhebung keine gute Nachricht, schreibt IW-Bildungsökonomin Christina Anger in der Fuldaer Zeitung. mehr

PISA-Studie
IW-Nachricht, 6. Dezember 2016

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Nach einem jahrelangen Aufwärtstrend haben sich die Kompetenzen deutscher Schüler zuletzt nicht weiter verbessert. In Mathematik und den Naturwissenschaften haben sie sich im Vergleich zu anderen OECD-Staaten sogar leicht verschlechtert. Das ist insbesondere angesichts des steigenden Fachkräftebedarfs in den MINT-Berufen eine schlechte Nachricht. mehr