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Die Ausbildungsqualität ist zweifelsohne ein Schlüsselfaktor, wenn sichergestellt werden soll, dass es in Deutschland in Zukunft genügend Fachkräfte gibt. Denn nur wenn die Qualität stimmt, ist die Berufsausbildung eine attraktive Option für Jugendliche.

Nichtsdestotrotz ist es zu leicht, die Schuld für Fachkräfteengpässe im Umkehrschluss alleine den Unternehmen zuzuschieben: Demografisch bedingt gehen die Schülerzahlen in Deutschland zurück und immer mehr Jugendliche studieren. Diese beiden Tatsachen machen es den Unternehmern immer schwerer, genügend passende Bewerber zu finden – und das hat nichts mit der Qualität der angebotenen Ausbildung zu tun.

Zudem ist die DGB-Kritik aus anderem Grund nicht schlüssig: Auch in diesem Jahr bescheinigt der DGB eine besonders hohe Ausbildungsqualität für Industriemechaniker, Industriekaufleute, Bankkaufleute und Mechatroniker. Doch Industriemechaniker und Mechatroniker gehören laut einer aktuellen IW-Studie zu Fachkräfteengpässen in Unternehmen zu den Engpassberufen – an der Qualität der Ausbildung kann es in diesen Fällen aber nicht liegen.

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New Skills Agenda der EU-Kommission
IW-Nachricht, 5. Dezember 2016

New Skills Agenda der EU-Kommission Image der Berufsausbildung verbessernArrow

Die Europäische Woche der Berufsbildung soll die berufliche Ausbildung attraktiver machen. Das duale Ausbildungssystem in Deutschland kann dabei insbesondere Ländern mit hoher Jugendarbeitslosigkeit als Vorbild dienen. mehr

Diversity Management – Bunte Mischung aus Alt und Jung
Gastbeitrag, 5. Dezember 2016

Christiane Flüter-Hoffmann für Mediaplanet Diversity Management – Bunte Mischung aus Alt und JungArrow

Auszubildende unter 20 Jahre und Silver Worker über 65 Jahre – diese beiden Beschäftigtengruppen zeigen die große Spannweite von Altersgruppen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Ein Gastbeitrag von IW-Personalökonomin Christiane Flüter-Hoffmann auf dem Onlineportal erfolg-und-business.de der Agentur Mediaplanet. mehr

Die MINT-Lücke wäre noch deutlich größer, wenn wir nicht die starke Zuwanderung in den letzten Jahren gehabt hätten.
Interview, 1. Dezember 2016

Axel Plünnecke im Deutschlandfunk "Der Osten droht dauerhaft abgehängt zu werden"Arrow

In Deutschland fehlen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Technik und Naturwissenschaft so viele Arbeitskräfte wie nie zuvor. Besonders der Osten sei betroffen, sagte Axel Plünnecke vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Deutschlandfunk. Dort gebe es weniger Zuwanderung. Die helfe aber "sehr stark, die Fachkräftesicherung und die Innovationskraft zu erhalten". mehr