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Die Ausbildungsqualität ist zweifelsohne ein Schlüsselfaktor, wenn sichergestellt werden soll, dass es in Deutschland in Zukunft genügend Fachkräfte gibt. Denn nur wenn die Qualität stimmt, ist die Berufsausbildung eine attraktive Option für Jugendliche.

Nichtsdestotrotz ist es zu leicht, die Schuld für Fachkräfteengpässe im Umkehrschluss alleine den Unternehmen zuzuschieben: Demografisch bedingt gehen die Schülerzahlen in Deutschland zurück und immer mehr Jugendliche studieren. Diese beiden Tatsachen machen es den Unternehmern immer schwerer, genügend passende Bewerber zu finden – und das hat nichts mit der Qualität der angebotenen Ausbildung zu tun.

Zudem ist die DGB-Kritik aus anderem Grund nicht schlüssig: Auch in diesem Jahr bescheinigt der DGB eine besonders hohe Ausbildungsqualität für Industriemechaniker, Industriekaufleute, Bankkaufleute und Mechatroniker. Doch Industriemechaniker und Mechatroniker gehören laut einer aktuellen IW-Studie zu Fachkräfteengpässen in Unternehmen zu den Engpassberufen – an der Qualität der Ausbildung kann es in diesen Fällen aber nicht liegen.

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Geringqualifizierte – mehr einfache Jobs erforderlich
IW-Kurzbericht, 27. Januar 2017

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Die Arbeitsmarktchancen für Personen ohne abgeschlossene Berufsausbildung haben sich in den letzten zehn Jahren zwar verbessert. Der Erfolg beruhte aber vor allem darauf, dass es weniger Geringqualifizierte gibt. Er kam nicht dadurch zustande, dass im Segment einfacher Tätigkeiten vermehrt Arbeitsplätze geschaffen wurden. Für die Arbeitsmarktintegration der Flüchtlinge sind solche Arbeitsplätze aber essentiell. mehr

13. Januar 2017

ver.di Mit Streiklust gegen MitgliederschwundArrow

Fünfzehn Jahre nach der Gründung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft fällt die Bilanz gemischt aus. Die Mitgliederzahl von ver.di ging um ein gutes Viertel zurück, die Finanzen sind wieder auf dem aufsteigenden Ast – auch dank höherer Lohnabschlüsse. mehr auf iwd.de