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Exportüberschuss Handel Quelle: vichie81 – Fotolia

Verschiedene Faktoren führen dazu, dass es unterschiedliche Befunde für die Entwicklung der Exporte und Importe Deutschlands und deren Saldo gibt:

Zunächst entspricht der Leistungsbilanzsaldo aus der sogenannten Zahlungsbilanzstatistik nicht ganz dem Außenbeitrag der VGR. Letzterer enthält zum Beispiel nicht die grenzüberschreitenden Erwerbs- und Vermögenseinkommen.

Außerdem – und das ist entscheidend – basiert der Leistungsbilanzsaldo auf sogenannten nominalen Werten. Er beinhaltet somit auch die Preisentwicklung. Dagegen liegt der Außenbeitrag der VGR auch auf preisbereinigter Basis vor – und diese ist beim Wachstum relevant. Während die realen Exporte im Jahr 2013 um 0,6 Prozent zulegten, stiegen die realen Importe gleichzeitig mehr als doppelt so stark an (plus 1,3 Prozent). Folglich ging der reale, also preisbereinigte Außenbeitrag im Jahr 2013 spürbar zurück – und bremste damit auch das Wirtschaftswachstum hierzulande, da gütermäßig im Vergleich zum Vorjahr mehr importiert als exportiert wurde.

Dieser negative Wachstumseffekt resultiert letztlich daraus, dass die Importpreise im vergangenen Jahr, nicht zuletzt wegen der Aufwertung des Euro, mit 1,9 Prozent deutlich stärker sanken als die Exportpreise, bei denen ein Rückgang in Höhe von 0,5 Prozent zu verzeichnen war. Beides ist Ausdruck der schleppenden Weltkonjunktur.

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24. November 2016

Türkei Zurückbesinnen statt weitermachenArrow

Immer intensiver diskutiert die Europäische Union, ob sie die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei abbrechen sollte. Doch nicht nur deshalb wäre die türkische Regierung unter Präsident Recep Tayyip Erdogan gut beraten, ihren politischen Kurs zu korrigieren: Mit ihm schickt sie sich an, alles zu zerstören, was sie in den vergangenen Jahren für die Türkei erreicht hat. mehr auf iwd.de

22. November 2016

Konjunktur Unsicherheit bremst die WirtschaftArrow

Die starke Verunsicherung durch die globalen politischen und ökonomischen Entwicklungen setzt der deutschen Wirtschaft zu. Das IW Köln erwartet daher, dass das Bruttoinlandsprodukt 2017 real nur noch um gut 1 Prozent wachsen wird – nach 1¾ Prozent im laufenden Jahr. Eine Rezession ist allerdings derzeit nicht zu befürchten. Das liegt vor allem an einem bestimmten Wirtschaftsbereich. mehr auf iwd.de

16. November 2016

Außenhandel Überschüsse in der Leistungsbilanz sind kein SanktionsgrundArrow

Die deutsche Wirtschaft schreibt im Außenhandel schwarze Zahlen. Anders als oft behauptet geht der Leistungsbilanzüberschuss jedoch nicht zulasten der Krisenländer im Euroraum. Vielmehr hat der wirtschaftliche Aufstieg der Schwellenländer zu einer besonders großen Nachfrage nach Produkten der deutschen Investitionsgüterbranche geführt. mehr auf iwd.de