Gute Perspektiven für Zuwanderung Image
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Deutsch wird außerhalb der EU momentan vor allem in Regionen gebüffelt, in denen die Bevölkerung besonders jung ist. Das zeigt eine Erhebung der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen, des Auswärtigen Amts, des Deutschen Akademischen Austauschdienstes und des Goethe-Instituts. Diese Entwicklung ist für Deutschland sehr erfreulich, da junge Menschen am ehesten bereit sind, auszuwandern und hier beruflich durchzustarten. Mit ihnen könnte Deutschland also eine nachhaltige Zuwanderungspolitik gestalten. Voraussetzung: Die hiesige Politik setzt alles daran, die Willkommenskultur zu stärken und bürokratische Hürden weiter abzubauen (siehe auch: Positionspapier des IW Köln zur Zuwanderungspolitik).

Besonders stark legte die Zahl derer, die Deutsch lernen, laut Erhebung in den bevölkerungsreichen Ländern China, Indonesien und Indien zu. Doch auch in anderen „demografiestarken“ Staaten wie Brasilien und Mexiko werden Deutschkenntnisse mittlerweile als wichtig erachtet; nicht zuletzt, um in Deutschland zu studieren, zu arbeiten und zu leben. Und aktuelle Studien zeigen, dass jene, die Deutsch lernen, damit genau das richtige tun: Gute Deutschkenntnisse verbessern für Zuwanderer den Zugang zum Arbeitsmarkt deutlich und bescheren ihnen höhere Nettoeinkommen.

Positionspapier

Hans-Peter Klös / Axel Plünnecke: Zuwanderung, Integration und Wachstum – Eckpunkte für ein weiterentwickeltes Zuwanderungsrecht

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6. Dezember 2016

Bildung Kompetenzen stärken, Jobchancen verbessernArrow

In Europa können rund 70 Millionen Menschen nicht richtig lesen, schreiben und rechnen. Auch fehlt es vielen an digitalen Kompetenzen. Die EU-Kommission will das mit ihrer New Skills Agenda ändern. In deren Rahmen sollen unter anderem mehr junge Menschen für eine Berufsausbildung begeistert werden. Der Ansatz ist gut, doch mit dem Hauptpunkt der Agenda, einer „Kompetenzgarantie“, sendet die EU falsche Signale. mehr auf iwd.de

Diversity Management – Bunte Mischung aus Alt und Jung
Gastbeitrag, 5. Dezember 2016

Christiane Flüter-Hoffmann für Mediaplanet Diversity Management – Bunte Mischung aus Alt und JungArrow

Auszubildende unter 20 Jahre und Silver Worker über 65 Jahre – diese beiden Beschäftigtengruppen zeigen die große Spannweite von Altersgruppen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Ein Gastbeitrag von IW-Personalökonomin Christiane Flüter-Hoffmann auf dem Onlineportal erfolg-und-business.de der Agentur Mediaplanet. mehr

Interview, 1. Dezember 2016

Axel Plünnecke im Deutschlandfunk "Der Osten droht dauerhaft abgehängt zu werden"Arrow

In Deutschland fehlen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Technik und Naturwissenschaft so viele Arbeitskräfte wie nie zuvor. Besonders der Osten sei betroffen, sagte Axel Plünnecke vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Deutschlandfunk. Dort gebe es weniger Zuwanderung. Die helfe aber "sehr stark, die Fachkräftesicherung und die Innovationskraft zu erhalten". mehr