Gute Perspektiven für Zuwanderung Image
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Deutsch wird außerhalb der EU momentan vor allem in Regionen gebüffelt, in denen die Bevölkerung besonders jung ist. Das zeigt eine Erhebung der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen, des Auswärtigen Amts, des Deutschen Akademischen Austauschdienstes und des Goethe-Instituts. Diese Entwicklung ist für Deutschland sehr erfreulich, da junge Menschen am ehesten bereit sind, auszuwandern und hier beruflich durchzustarten. Mit ihnen könnte Deutschland also eine nachhaltige Zuwanderungspolitik gestalten. Voraussetzung: Die hiesige Politik setzt alles daran, die Willkommenskultur zu stärken und bürokratische Hürden weiter abzubauen (siehe auch: Positionspapier des IW Köln zur Zuwanderungspolitik).

Besonders stark legte die Zahl derer, die Deutsch lernen, laut Erhebung in den bevölkerungsreichen Ländern China, Indonesien und Indien zu. Doch auch in anderen „demografiestarken“ Staaten wie Brasilien und Mexiko werden Deutschkenntnisse mittlerweile als wichtig erachtet; nicht zuletzt, um in Deutschland zu studieren, zu arbeiten und zu leben. Und aktuelle Studien zeigen, dass jene, die Deutsch lernen, damit genau das richtige tun: Gute Deutschkenntnisse verbessern für Zuwanderer den Zugang zum Arbeitsmarkt deutlich und bescheren ihnen höhere Nettoeinkommen.

Positionspapier

Hans-Peter Klös / Axel Plünnecke: Zuwanderung, Integration und Wachstum – Eckpunkte für ein weiterentwickeltes Zuwanderungsrecht

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Arbeitsmarkt
IW-Pressemitteilung, 19. Januar 2017

Arbeitsmarkt Mehr Flüchtlinge in BoomregionenArrow

Immer mehr Flüchtlinge finden einen Job, doch die Integration in den Arbeitsmarkt läuft noch nicht optimal. Das liegt auch daran, dass Flüchtlinge nicht dort wohnen, wo Arbeitskräfte fehlen, zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Das muss sich ändern. mehr

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