Deutsche Unternehmen im Ausland Image
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Laut Studie übertragen knapp 85 Prozent der befragten Firmen ihre ökologischen Standards auf die Niederlassungen im Ausland; 81 Prozent wenden zudem die gleichen sozialen Standards für Mitarbeiter im In- und Ausland an. Ihr Engagement ist bei den befragten Unternehmen zudem langfristig angelegt: über 62 Prozent sind bereits zehn und mehr Jahre im Gastland vertreten; nahezu alle Unternehmen planen eine dauerhafte Präsenz.

Diese langfristige Perspektive unterstreichen auch die Anstrengungen, die unternommen werden, um Mitarbeiter vor Ort zu qualifizieren: Nahezu zwei Drittel der befragten Firmen (65,2 Prozent) haben ein eigenes Fortbildungssystem im Gastland aufgebaut, um das hohe Niveau der deutschen Bildungsabschlüsse zu erreichen.

Für die Studie hat die IW Consult, eine Tochtergesellschaft des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, deutsche Unternehmen mit Auslands-Engagements um eine Selbsteinschätzung gebeten. Die Studie konzentriert sich auf Firmen mit Niederlassungen in China, Brasilien, Indien, Mexiko, der Türkei, Südafrika und/oder Malaysia. Denn diese Länder vereinen rund 80 Prozent der deutschen Direktinvestitionen in Schwellen- und Entwicklungsländern auf sich.

Untersuchung im Auftrag von econsense – Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e. V.

Sebastian van Baal / Edgar Schmitz: Nachhaltigkeit durch Präsenz – Beiträge deutscher Unternehmen zur nachhaltigen Entwicklung an internationalen Standorten

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Pläne der EU-Kommission: Auch wir müssen mehr recyceln
Gastbeitrag, 1. Dezember 2016

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Deutschland recycelt derzeit offiziell 64 Prozent seiner Siedlungsabfälle und ist damit Spitzenreiter in Europa, schreibt IW-Ökonomin Adriana Neligan in der Zeitschrift Alternative Kommunalpolitik. Allerdings wird hier auch Abfall als recycelt gewertet, der verbrannt wird. Die EU-Kommission will in Zukunft nur noch solche Abfälle als recycelt ansehen, die auch tatsächlich wiederverwertet werden. mehr

Nachhaltigkeit
IW-Nachricht, 8. September 2016

Nachhaltigkeit Jeder zehnte Euro für den UmweltschutzArrow

Das Bundesumweltministerium kämpft für mehr Nachhaltigkeit und möchte der deutschen Umweltpolitik mehr Mitspracherecht geben. Doch die Wirtschaft ist der Politik mehrere Schritte voraus. Das Produzierende Gewerbe gibt bereits heute jeden zehnten Euro seiner Investitionen für den Umweltschutz aus. Mehr Bürokratie birgt die Gefahr einer Abwanderung – zum Schaden von Wirtschaft und Umwelt. mehr

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IW-Kurzbericht, 26. August 2016

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Einer aktuellen Studie von UN Global Compact und Accenture (2016) zufolge sind für etwa 50 Prozent aller Unternehmenschefs Unternehmen die wichtigsten Akteure, um die Nachhaltigkeitsziele der UN zu erreichen. Denn Innovationskraft und Kreativität sind genauso gefragt wie mehr Effizienz und kostenbewusster Umgang mit knappen Ressourcen. Voraussetzung dafür ist unternehmerische Freiheit. Dies kann erklären, warum die Erreichung der Sustainable Development Goals (SDGs) der UN stark von der unternehmerischen Freiheit abhängt (Enste, 2015). mehr