Demografischer Wandel Image
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Unter den 80 Millionen Einwohnern in Deutschland befinden sich rund 15 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Aufgrund des demografischen Wandels wird vor allem die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund in den nächsten Jahrzehnten besonders stark schrumpfen - rund 45 Prozent sind 50 Jahre oder älter. Der Anteil der älteren Migranten beträgt hingegen nur 25 Prozent.

Um die Zahl der Einwohner hierzulande zu stabilisieren, ist es wichtig, Deutschland für Zuwanderer attraktiv zu machen. Untersuchungen des IW Köln zeigen, dass durch eine Zunahme der jährlichen Nettozuwanderung um 100.000 die jährliche Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) langfristig um 0,2 Prozentpunkte zunimmt. Dies lohnt sich auch für den Einzelnen, da auch das BIP je Einwohner und damit der Wohlstand durch Zuwanderung steigen. Der Effekt ist umso höher, je besser qualifiziert die Zuwanderer sind und je besser sie in den Arbeitsmarkt integriert sind. Deutschland sollte also die Willkommens- und Anerkennungskultur stärken, um sowohl die Bevölkerungsgröße zu stabilisieren als auch Wachstum und Wohlstand zu sichern.

Ansprechpartner

Arbeitsmarkt
IW-Pressemitteilung, 19. Januar 2017

Arbeitsmarkt Mehr Flüchtlinge in BoomregionenArrow

Immer mehr Flüchtlinge finden einen Job, doch die Integration in den Arbeitsmarkt läuft noch nicht optimal. Das liegt auch daran, dass Flüchtlinge nicht dort wohnen, wo Arbeitskräfte fehlen, zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Das muss sich ändern. mehr

IW-Trends, 16. Januar 2017

Tobias Hentze / Galina Kolev Gesamtwirtschaftliche Effekte der Flüchtlingsmigration in DeutschlandArrow

Auf der einen Seite sind die Effekte der Flüchtlingsmigration auf das Pro-Kopf-Einkommen und die fiskalische Bilanz leicht negativ. Auf der anderen Seite steigern die höheren Staatsausgaben verbunden mit einer zunehmenden Anzahl erwerbstätiger Flüchtlinge das Wirtschaftswachstum. mehr

Migrationseffekte – Integration schafft Wachstum
IW-Pressemitteilung, 16. Januar 2017

Migrationseffekte Integration schafft WachstumArrow

Die Flüchtlinge haben einen positiven Effekt auf die deutsche Konjunktur. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Demnach erhöht die jüngste Zuwanderung das Bruttoinlandsprodukt bis 2020 um insgesamt rund 90 Milliarden Euro. Der Effekt auf das Pro-Kopf-Einkommen ist vorerst negativ. mehr