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Das IW Köln hat für Deutschland die Handlungsfelder Köpfe, Zeit und Produktivität ausgemacht, um die demografischen Herausforderungen in den Griff zu bekommen und die Versorgung mit Fachkräften dauerhaft zu sichern:

  • Die Voraussetzungen für eine höhere Produktivität dank besserer Qualifikation sind heute deutlich günstiger als früher: Die Studienabsolventenquote ist von 21,1 Prozent im Jahr 2005 auf 30,9 Prozent im Jahr 2011 gestiegen. Im selben Zeitraum ist die Bildungsarmut in Deutschland deutlich gesunken. Die Kompetenzen der Schüler – gemessen in Tests wie PISA – haben sich ebenfalls deutlich verbessert, insbesondere in Mathematik und in den Naturwissenschaften.
  • Mit Blick auf den Faktor Zeit hat sich ebenfalls vieles getan. So hat sich die Erwerbstätigenquote der 60-bis 64-Jährigen deutlich erhöht: bei den Männern von 35,9 Prozent im Jahr 2005 auf 54,8 Prozent im Jahr 2012; bei den Frauen im gleichen Zeitraum von 20,7 auf 38,7 Prozent.
  • Im Handlungsfeld Köpfe gibt es jedoch noch deutlichen Verbesserungsbedarf. So stagniert die Geburtenrate seit Jahren bei knapp 1,4 Kindern pro Frau. Zwar hat die Nettozuwanderung von 79.000 im Jahr 2005 auf 369.000 im Jahr 2012 zugenommen. Jedoch stammen die meisten Zuwanderer aus Ländern, in den der demografische Wandel in den kommenden Jahrzehnten ebenfalls seine Spuren hinterlassen wird. Daher macht es Sinn, dass die Bundesregierung mit Projekten wie Make it in Germany weltweit für die Zuwanderung nach Deutschland wirbt.

Ansprechpartner

MINT-Herbstreport 2016
Gutachten, 30. November 2016

Christina Anger / Oliver Koppel / Axel Plünnecke MINT-Herbstreport 2016 – Bedeutung und Chancen der ZuwanderungArrow

MINT-Kräfte haben eine zentrale Bedeutung für die Innovationskraft in Deutschland. Vor diesem Hintergrund ist es eine gute Nachricht, dass die Erwerbstätigkeit von MINT-Akademikern von 2011 bis 2014 um rund 84.000 pro Jahr gestiegen ist. In vielen Regionen Deutschlands leisten Zuwanderer einen Beitrag gegen Fachkräfteengpässe. mehr

17. November 2016

Interview „Ohne zusätzliche Privatvorsorge geht es nicht“Arrow

Welche Stellschrauben gilt es bei der Rente zu drehen? Über ihre Vorstellungen einer zukunftsfähigen Lösung sprechen Jochen Pimpertz, Leiter des Kompetenzfelds Öffentliche Finanzen, Soziale Sicherung, Verteilung im Institut der deutschen Wirtschaft Köln, und Eva Maria Welskop-Deffaa, als Bundesvorstandsmitglied der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di zuständig für Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik sowie Sozialpolitik. mehr auf iwd.de

15. November 2016

Gesetzliche Rentenversicherung Die Rentenbeiträge werden steigenArrow

Aufgrund des demografischen Wandels müssen die Beitragszahler der gesetzlichen Rentenversicherung in Zukunft selbst dann höhere Lasten schultern, wenn das Rentenniveau sinkt. Ein konstantes oder gar höheres Rentenniveau würde den Beitragszahlern zusätzliche Kosten aufbürden. mehr auf iwd.de