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Die Entwicklung der Auflagezahlen der Kaufzeitungen – also solche, die es am Kiosk gibt – ist dramatisch: Von 1995 bis 2010 büßten die Journale fast 34 Prozent ihrer Auflage ein; und auch im ersten Quartal 2012 ging es nochmals um 11,5 Prozent abwärts.

Obwohl die Bild ebenfalls seit Jahren mit hohen Umsatzverlusten konfrontiert ist, dominiert die Axel Springer AG den Boulevardzeitungsmarkt mit einem Anteil von rund 79 Prozent weiterhin. Dank der 2,8 Millionen Bild-Exemplare, die täglich verkauft werden, prägt das Blatt immer noch viele Meinungen. Unter den sieben weiteren Kaufzeitungen in Deutschland nimmt die Bild ohnehin eine Sonderrolle ein. Denn sie erscheint als Einzige nicht nur in Teilausgaben der Ballungsgebiete, sondern auch national.

Neben den Auflagezahlen sinken bei den meisten Zeitungen auch die Werbeeinnahmen: Im Segment Zeitungen National der Axel Springer AG sind im ersten Quartal 2012 die Werbeerlöse um 5 Prozent auf 119,6 Millionen Euro gefallen. Nur ein Produkt des Hauses stemmt sich gegen den Trend – die Bild verzeichnet angeblich Zugewinne.

Nicht zuletzt ist die Boulevardzeitung auch online gut vertreten: Bild.de hat monatlich 212 Millionen Besucher, die Auflage des Bild E-Papers lag im 1. Quartal 2012 bei 23.500 Exemplaren.