Falsche Vergleiche Image
Quelle: Fotolia

Eine Expertise des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in Kooperation mit der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) für das Land Hessen macht indes deutlich, dass die bisherige Datengrundlage für eine solche Pro-Kopf-Betrachtung unzureichend ist. Die Pensionslasten der Beamten im Bildungsbereich sind z.B. in Hessen um rund 1 Milliarde Euro untererfasst, die Schulverwaltungsausgaben der einzelnen kommunalen Schulträger übertreffen den geringsten Wert zum Teil um das Dreifache, und eine verlässliche Aussage zu den Kosten der Lehrerbildung sind nicht möglich. Wenn man also wissen will, was ein Schüler tatsächlich kostet, wo Effizienzpotenziale liegen und wie Bildungsinvestitionen den höchsten Ertrag bringen, dann braucht die Bildungspolitik zunächst bessere Daten.

Darüber hinaus zeigt die IW-Studie, wo das bestehende System auf den Prüfstand gehört: Angefangen bei der staatlichen und kommunalen Schulverwaltung über die Arbeitszeit und die Entlohnung der Lehrkräfte bis hin zur Lehreraus- und -fortbildung. Sollte das Bildungs-Controlling zeigen, dass Mittel ineffizient eingesetzt werden, so sollten diese sachgerecht verwendet werden, damit sie direkt den Kindern zugute kommen. Denn in Zeiten knapper Kassen dürfen nicht Institutionen finanziert werden, sondern es muss mehr in jeden einzelnen jungen Menschen investiert werden.

Zur Studie

Privathochschulen
IW-Pressemitteilung, 6. Juli 2016

Privathochschulen Mitgezählt, aber nicht mitbedachtArrow

Die Zahl der Studenten an privaten Hochschulen steigt in Deutschland seit Jahren. Doch bei der finanziellen Unterstützung halten sich Bund und Länder zu stark zurück, zeigt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer Studie. Den Privathochschulen gingen deshalb allein 2013 rund 197 Millionen Euro verloren. mehr

Presseveranstaltung
Presseveranstaltung, 6. April 2016

Pressegespräch StudentenwohnpreisindexArrow

Eine Analyse der Mietwohnungsmärkte für Studenten in elf ausgewählten Städten mehr

Exzellenzinitiative
IW-Nachricht, 29. Januar 2016

Exzellenzinitiative Spitze, nicht BreiteArrow

Im Jahr 2005 startete die Exzellenzinitiative für deutsche Hochschulen. Wissenschaftler um den Schweizer Umweltphysiker Peter Imboden haben jetzt, zu Recht, eine positive Bilanz gezogen. Für die dritte Runde der Förderung ab 2018 sollte sich die Initiative wie bisher auf die Spitzenforschung fokussieren – und eine jährliche Budgeterhöhung ins Auge fassen. mehr