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Insgesamt wird immer mehr Geld für die Schulen ausgegeben. Laut Bildungsfinanzbericht lag das Ausgabenvolumen für Schulen 2009 bei 55,7 Milliarden Euro – fünf Jahre zuvor waren es nur 50,2 Milliarden Euro. Die Personalkosten für Lehrkräfte erhöhten sich im gleichen Zeitraum um 4,5 Prozent auf 38 Milliarden Euro.

Allerdings hat sich auch die Zahl der Schüler von 2006 bis 2010 um 7,5 Prozent auf 8,8 Millionen verringert. Die hohen Pro-Kopf-Ausgaben, die insbesondere in den neuen Bundesländern erzielt werden, sind also auch vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung zu sehen. Denn dort hat sich im Beobachtungszeitraum die Schülerzahl um 11,6 Prozent verringert, in den alten Ländern hingegen nur um 6,7 Prozent.

Den Ländern ist zu empfehlen, die vorhandenen Ressourcen im Schulsystem zu belassen, selbst wenn die Pro-Kopf-Ausgaben weiter steigen. Denn künftig sollen ja flächendeckend behinderte Menschen an Regelschulen unterrichtet werden (Inklusion) und immer mehr Bildungsstätten werden zu Ganztagsschulen ausgebaut. Beides kann nur mit entsprechenden Ressourcen gelingen. So würde momentan beispielsweise alleine die Einführung der vollgebundenen, also verpflichtenden, Ganztagsschule an allen Schulformen mit etwa 12 Milliarden Euro zusätzlichen Personalkosten zu Buche schlagen – wenn man davon ausgeht, dass dafür die Stellendeputate an den Schulen um 30 Prozent erhöht werden müssen.

Handlungsbedarf in MINT-Fächern
Gastbeitrag, 13. Dezember 2016

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Im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) sind gegenwärtig deutlich mehr Stellen zu besetzen als Personen arbeitslos gemeldet sind. Vor diesem Hintergrund sind die Ergebnisse der aktuellen Pisa-Erhebung keine gute Nachricht, schreibt IW-Bildungsökonomin Christina Anger in der Fuldaer Zeitung. mehr

IW-Report
IW-Report, 9. Dezember 2016

Tobias Hentze Stärkung der Schulinfrastruktur in Nordrhein-WestfalenArrow

Die Idee der Landesregierung, mehr Geld in Schulen zu investieren, ist zu begrüßen. Allerdings führt die vorgeschlagene Finanzierung über einen Schattenhaushalt zu einem weniger transparenten Haushalt, einer Umgehung der Schuldenbremse und einem größeren Risiko für die derzeitigen und zukünftigen Steuerzahler. mehr

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IW-Nachricht, 6. Dezember 2016

Neue PISA-Studie Großer Handlungsbedarf in MINT-FächernArrow

Nach einem jahrelangen Aufwärtstrend haben sich die Kompetenzen deutscher Schüler zuletzt nicht weiter verbessert. In Mathematik und den Naturwissenschaften haben sie sich im Vergleich zu anderen OECD-Staaten sogar leicht verschlechtert. Das ist insbesondere angesichts des steigenden Fachkräftebedarfs in den MINT-Berufen eine schlechte Nachricht. mehr