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Der aktuelle Bildungsfinanzbericht zeigt, dass Bildung nicht nur in Sonntagsreden eine hohe Bedeutung hat. Laut Bericht wurden im Jahr 2010 in Deutschland von öffentlicher und privater Hand 234,5 Milliarden Euro für Bildung, Forschung und Wissenschaft ausgegeben. Das waren rund 9,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und rund 10 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr.

Für die kommenden Jahre ist es nicht zwingend nötig, den Anteil der öffentlichen Bildungsausgaben am BIP zu erhöhen, um das Bildungssystem zu verbessern: Von 2010 bis 2020 wird die Zahl der Schüler an allgemeinbildenden Schulen um gut 15 Prozent sinken. Entsprechend reichen die aktuell verfügbaren Mittel aus, um die Rahmenbedingungen für eine individuelle Förderung zu verbessern und Ganztagsschulen auszubauen. Die Politik wäre allerdings gut beraten, wenn sie die Effizienz der Bildungsausgaben weiter erhöhte, indem sie durch mehr Autonomie der Schulen für einen Qualitätswettbewerb sorgt.

Ansprechpartner

Handlungsbedarf in MINT-Fächern
Gastbeitrag, 13. Dezember 2016

Christina Anger in der Fuldaer Zeitung Handlungsbedarf in MINT-FächernArrow

Im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) sind gegenwärtig deutlich mehr Stellen zu besetzen als Personen arbeitslos gemeldet sind. Vor diesem Hintergrund sind die Ergebnisse der aktuellen Pisa-Erhebung keine gute Nachricht, schreibt IW-Bildungsökonomin Christina Anger in der Fuldaer Zeitung. mehr

IW-Report
IW-Report, 9. Dezember 2016

Tobias Hentze Stärkung der Schulinfrastruktur in Nordrhein-WestfalenArrow

Die Idee der Landesregierung, mehr Geld in Schulen zu investieren, ist zu begrüßen. Allerdings führt die vorgeschlagene Finanzierung über einen Schattenhaushalt zu einem weniger transparenten Haushalt, einer Umgehung der Schuldenbremse und einem größeren Risiko für die derzeitigen und zukünftigen Steuerzahler. mehr

PISA-Studie
IW-Nachricht, 6. Dezember 2016

Neue PISA-Studie Großer Handlungsbedarf in MINT-FächernArrow

Nach einem jahrelangen Aufwärtstrend haben sich die Kompetenzen deutscher Schüler zuletzt nicht weiter verbessert. In Mathematik und den Naturwissenschaften haben sie sich im Vergleich zu anderen OECD-Staaten sogar leicht verschlechtert. Das ist insbesondere angesichts des steigenden Fachkräftebedarfs in den MINT-Berufen eine schlechte Nachricht. mehr