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Quelle: Claudia Paulussen – Fotolia

Das IW Köln kam in seiner Stellungnahme für eine Bundestagsanhörung im Herbst 2012 zum Ergebnis, dass das Betreuungsgeld aus ökonomischer Sicht ungünstige Folgen haben kann: Einerseits hält es vor allem bildungsferne Eltern davon ab, ihre Kleinkinder in eine Kita zu schicken. Und das, obwohl gerade diese Kinder besonders stark davon profitieren, in einer KITA gefördert zu werden. Andererseits entstehen bei jenen Eltern, die durch einen stärkeren Arbeitsmarktzugang ihre Armutsgefährdung reduzieren könnten, durch das Betreuungsgeld Anreize, sich vom Arbeitsmarkt zurückziehen.

Die Mittel für das Betreuungsgeld, so lautete schon damals das Fazit der IW-Experten, wären besser in den Ausbau der frühkindlichen Förderung investiert. Denn Untersuchungen des IW zeigen, dass sich diese Investitionen für alle auszahlen: Durch Ganztagsangebote an KITAs und Schulen kann beispielsweise die Zahl armutsgefährdeter Alleinerziehender um 50.000 reduziert werden. Außerdem nehmen die Bildungschancen aller Kinder zu – die Wahrscheinlichkeit, dass sie später Abitur machen und studieren, steigt an.

Langfristig würden sich die Ausgaben für die KITA-Infrastruktur durch sinkende Sozialausgaben und steigende Steuereinnahmen dann sogar für die öffentliche Hand bezahlt machen. Entsprechend sollte die Regierung die Studienergebnisse nutzen, um das Betreuungsgeld noch einmal auf den Prüfstand zu stellen.

Fragenkatalog mit Antworten

Axel Plünnecke: Stellungnahme im Bundestag – Einführung eines Betreuungsgeldes

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Ansprechpartner

30. Dezember 2016

Kinderbetreuung Bund muss Kita-Lücken schließenArrow

Seit August 2013 haben Eltern Anspruch auf einen Betreuungsplatz, sobald ihr Kind ein Jahr alt ist. Dennoch fehlen noch immer rund 228.000 Plätze für unter Dreijährige. Weil der Bedarf weiter steigen dürfte, sind die Gesetzespläne des Bundes ein notwendiger Schritt in die richtige Richtung. mehr auf iwd.de

Gastbeitrag, 27. Dezember 2016

Knut Bergmann und Judith Niehues in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Wahrnehmung und WirklichkeitArrow

Tendenziell neigen insbesondere gutverdienende Menschen dazu, ihre Einkommensposition zu unterschätzen, wobei die Deutschen im internationalen Vergleich besonders pessimistisch sind. Ein Gastbeitrag von IW-Kommunikationsleiter Knut Bergmann und IW-Verteilungsforscherin Judith Niehues in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. mehr

Armuts- und Reichtumsbericht
IW-Nachricht, 14. Dezember 2016

Armuts- und Reichtumsbericht Viele positive EntwicklungenArrow

Mittlerweile kursiert der Entwurf des Fünften Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung im Internet. Der Bericht deutet auf viele positive Entwicklungen hin, dennoch werden in vielen Medien vor allem negative Befunde betont. Das ebenfalls dokumentierte Auseinanderdriften von gefühlter und messbarer Realität dürfte sich dadurch weiter verstärken. mehr