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Eine Folge des demografischen Wandels ist, dass die Zahl neu abgeschlossener Ausbildungsverträge 2012 um 3,2 Prozent zurückging. Gegen diesen Trend steht allerdings die Entwicklung bei den Mittelständlern: Mehr als 54.000 mittelgroße Betriebe mit 50 bis 249 Beschäftigten bildeten laut einer Befragung im Jahr 2011 aus – knapp 2 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Vergleich zu 1999 ist das sogar ein Plus von 10,5 Prozent. Damit bieten mehr als zwei Drittel der mittelgroßen Betriebe Ausbildungsplätze an. Die Zahl der Auszubildenden ist 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Prozent gestiegen.

Angesichts der rückläufigen Schulabgängerzahlen ist jedoch zu erwarten, dass auch der Mittelstand zunehmend Schwierigkeiten haben wird, wenn er Ausbildungsstellen besetzen will. Das ist schlecht für Deutschland, denn schon gehören 58 der 111 Berufe, bei denen es im Dezember 2012 Engpässe gab, zu den Ausbildungsberufen.

Dennoch enthält der Berufsbildungsbericht auch Lichtblicke. So steigt seit einigen Jahren die Anzahl derer, die sich zum überall händeringend gesuchten Alten- oder Krankenpfleger ausbilden lassen: Im Ausbildungsjahr 2011/2012 gab es knapp 35 Prozent mehr Auszubildende zum Altenpfleger und knapp 8 Prozent mehr Auszubildende zum Krankenpfleger als noch 2008/2009.

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IW-Report, 20. Dezember 2016

Oliver Stettes Solo-Selbstständige nicht unter Generalverdacht stellenArrow

Stellungnahme zur öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales des nordrhein-westfälischen Landtages zum Thema „Flexible Beschäftigung – Solo-Selbstständigkeit". Das IW spricht sich dafür aus, die Abgrenzung zwischen abhängiger Beschäftigung und Werk- und Dienstverträgen angemessen und rechtssicher auszugestalten. mehr