Baugenehmigungen Image
Quelle: Tiberius Gracchus Fotolia

Seit 2010 ist die Zahl der Baugenehmigungen kontinuierlich gestiegen. Grund für das jüngste Plus ist vor allem ein Anstieg der Baugenehmigungen für Mehrfamilienhäuser (+8,8 Prozent). Auch der Bau von Wohnheimen verzeichnet mit mehr als 30 Prozent ein deutliches Plus.

Abzuwarten bleibt jedoch die regionale Verteilung – denn nicht überall werden neue Wohnungen benötigt. Auf der einen Seite beobachten Experten die angespannten Wohnungsmärkte in den Groß- und Universitätsstädten wie München, Berlin oder Hamburg, wo die Kauf- und Mietpreise stark angestiegen sind. Nur durch neuen Wohnraum kann die Situation hier an den Wohnungsmärkte entspannt werden und eine Gefahr von Überhitzungen, wie sie im Großraum München zu finden ist, verhindert werden. Auf der anderen Seite bedrohen hohe Leerstände schon heute vielerorts die Wohnqualität. Vor allem in schrumpfenden Regionen, wie etwa in Teilen von Sachsen, Brandenburg oder Nordrhein-Westfalen, besteht kein Bedarf an neuem Wohnraum, dort sollte lediglich der Bestand erhalten werden.

Die aktuellen Zahlen zeigen also: Der Immobilienmarkt reagiert auf die gestiegene Nachfrage und ist funktionsfähig. Doch wie lange noch? Neue gesetzliche Rahmenbedingungen wie die Mietpreisbremse und die Verwendung nicht adäquater Mietspiegel könnten die Funktionsfähigkeit beeinträchtigen.

Zuwanderung in die Großstädte
Gutachten, 7. Februar 2017

Philipp Deschermeier / Ralph Henger / Björn Seipelt / Michael Voigtländer Zuwanderung in die Großstädte und resultierende WohnungsnachfrageArrow

Die Nachfrage nach Wohnraum in den deutschen großen Städten ist nach wie vor hoch. Ursächlich dafür ist die starke Zuwanderung sowohl aus dem Ausland als auch dem Inland. Allerdings gelingt es den Großstädten nicht, genügend zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, um die Nachfrage zu bedienen. mehr

Reform der Grunderwerbsteuer
Gutachten, 6. Februar 2017

Tobias Hentze / Björn Seipelt / Michael Voigtländer Reform der GrunderwerbsteuerArrow

Deutschland gilt als Mieternation. Lediglich 45 Prozent der Haushalte in Deutschland leben in den eigenen vier Wänden. Dies liegt zum großen Teil an der hohen Grunderwerbssteuer. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat untersucht, was nötig wäre, um die Wohneigentumsquote zu erhöhen. mehr

„Die Glücksritter würden verschwinden“
Interview, 3. Februar 2017

Michael Voigtländer in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung „Die Glücksritter würden verschwinden“Arrow

Michael Voigtländer, Immobilienökonom im Institut der deutschen Wirtschaft Köln, sprach im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über das Bestellerprinzip für Makler auch beim Wohnungskauf. mehr