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Da die Finanzkrise die Wirtschaftsschwäche verursacht hat, scheint es nur logisch, den Verursacher an den Kosten des Konjunktureinbruchs zu beteiligen. Politisch geht diese Rechnung vielleicht auf, aber wirtschaftlich ist es unklug, die Banken für die Fehler in der Vergangenheit zu bestrafen, wenn man ihnen dadurch die Möglichkeit nimmt, aus den Erträgen Eigenkapital aufzubauen. Letzteres benötigen sie dringend, denn andernfalls droht eine Kreditklemme. Zudem muss das Finanzsystem robuster werden, und auch für diesen Zweck brauchen die Banken mehr Eigenkapital.

Wenn sich die Politik trotz der Bedenken für eine Bankenabgabe entscheidet, dann sollte diese zur Seite gelegt werden und als Rücklage für zukünftige Krisen dienen. Zudem muss die Abgabe risikoadäquat sein, so dass die Banken, die für die Gesamtwirtschaft im Falle der Krise eine Bedrohung darstellen, auch mehr einzahlen. Das würde den Anreiz reduzieren, Risiken auf Kosten der Gesellschaft einzugehen.

Italiens Banken nach Referendum
IW-Nachricht, 5. Dezember 2016

Italien Unsicherheit kann Banken destabilisierenArrow

Die Banca Monte die Pasci di Siena, die drittgrößte Bank Italiens, muss bis zum Ende dieses Jahres einen Großteil ihrer Problemkredite ab- und Eigenkapital aufbauen. Der Ausgang des Referendums macht die Erfüllung dieser EZB-Auflage schwieriger. Andere italienische Banken stehen vor ähnlichen Problemen. mehr

5. Dezember 2016

Referendum „Italien ist ein anderes Kaliber als Griechenland“Arrow

Italien hat sich gegen eine Parlamentsreform entschieden, Ministerpräsident Matteo Renzi ist zurückgetreten. Im Interview spricht Jürgen Matthes, Leiter des Kompetenzfelds Internationale Wirtschaftsordnung und Konjunktur am Institut der deutschen Wirtschaft Köln, über das Wahlergebnis und dessen Folgen. mehr auf iwd.de

Europäische Bankenunion
IW-Nachricht, 8. November 2016

Europäische Bankenunion Noch viele BaustellenArrow

Die europäische Bankenunion soll den Euro krisenfest machen, denn die Währungsunion ist anfällig für einen Teufelskreis aus Banken- und Staatsschuldenkrise. In dieser Woche wurden deren Vertreterinnen vor der Eurogruppe in Brüssel angehört und es zeigt sich, dass noch viel zu tun ist. Dabei sollte die Reduzierung der Staatsschulden und der notleidenden Kredite in den Bankbilanzen höchste Priorität haben. mehr