BA-Papier Fachkräftesicherung Image
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Die größte Kompensation verspricht sich die Bundesagentur von einer besseren Ausschöpfung vorhandener Potenziale. So soll die Erwerbsbeteiligung der Älteren zunehmen oder die Arbeitszeit der Teilzeitbeschäftigten ausgeweitet werden. Die zweite Säule besteht in einer besseren Qualifikation. Drittens wird eine arbeitsmarktorientierte Zuwanderung, zum Beispiel mit Hilfe der Einführung eines Punktesystems für sinnvoll gehalten. Letztlich sieht sich die Bundesagentur selbst in der Pflicht, den Ausgleich von Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt voranzutreiben.

Es ist erfreulich, dass die Bundesagentur die Tragweite des Problems erkannt hat und sich selbst in ihrem strategischen Handeln darauf einrichten will. Zum Teil werden sogar konkrete Maßnahmen skizziert. Die Vorschläge der Bundesagentur gehen durchweg in die richtige Richtung, auch wenn an einigen Stellen das eigene Verhalten stärker hinterfragt werden könnte – zum Beispiel bei der Frage, welche Rolle die BA bei der Schaffung einer Willkommenskultur für qualifizierte Zuwanderer spielen will.

IW-Kurzbericht, 14. Februar 2017

Oliver Koppel / Axel Plünnecke Erste Erfolge der qualifizierten Zuwanderung aus IndienArrow

Bereits in den letzten Jahren haben Zuwanderer erheblich zur Fachkräftesicherung in MINT-Berufen beigetragen. Bestrebungen, MINT-Zuwanderer aus dem Herkunftsland Indien zu gewinnen, zeigen erste Erfolge – sowohl die Zahl der Beschäftigten in akademischen MINT-Berufen als auch die Zahl der Studierenden in MINT-Fächern sind zuletzt deutlich gestiegen. mehr

Ökonomische Auswirkungen der Familienarbeitszeit auf die Metall- und Elektro-Industrie
Gutachten, 9. Februar 2017

Holger Schäfer Ökonomische Auswirkungen der Familienarbeitszeit auf die Metall- und Elektro-IndustrieArrow

Das Familiengeld soll Eltern finanziell belohnen, die sich die Erwerbsarbeit in einem Korridor von 28 bis 36 Stunden gleichmäßig aufteilen. Eine Studie, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag des Verbandes Gesamtmetall gemacht hat, zeigt, dass diese Leistung den Fachkräfteengpass in der Metall- und Elektro-Industrie verstärkt. mehr

Zuwanderung in die Großstädte
Gutachten, 7. Februar 2017

Philipp Deschermeier / Ralph Henger / Björn Seipelt / Michael Voigtländer Zuwanderung in die Großstädte und resultierende WohnungsnachfrageArrow

Die Nachfrage nach Wohnraum in den deutschen großen Städten ist nach wie vor hoch. Ursächlich dafür ist die starke Zuwanderung sowohl aus dem Ausland als auch dem Inland. Allerdings gelingt es den Großstädten nicht, genügend zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, um die Nachfrage zu bedienen. mehr