Ausländische Abschlüsse Image
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Seit April 2012 gewährt das sogenannte Anerkennungsgesetz – offizieller Name: Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz (BQFG) – einen Rechtsanspruch auf Prüfung von im Ausland erworbenen Qualifikationen. Inzwischen haben mehr als 19.000 Fachkräfte ihre im Ausland angeeigneten Fertigkeiten anerkennen lassen. Allein 2013 wurden rund 11.900 ausländische Abschlüsse als vollständig oder teilweise gleichwertig mit einer in Deutschland erworbenen Qualifikation eingestuft. Mehr als 90 Prozent der Anträge waren damit erfolgreich. Etwa die Hälfte der Antragsteller kam aus der Europäischen Union (6.600), gefolgt vom übrigen europäischen Ausland (2.500) und Asien (1.700). Die meisten Anträge betrafen Gesundheitsberufe, gefolgt von den Mechatronik-, Energie- und Elektroberufen. In beiden Bereichen besteht laut einer Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung der größte Mangel an Fachkräften.

Das Anerkennungsgesetz erweist sich somit als wichtiges Instrument zur Sicherung des Fachkräftebedarfs. Und auch künftig birgt es Potenzial, denn etwa drei Millionen der in Deutschland lebenden Migranten haben vor ihrer Einwanderung einen Berufsabschluss erworben – und nur ein Bruchteil hat sich diesen bislang anerkennen lassen. Um die zuständigen Stellen bei der Prüfung der zu erwartenden Anträge zu unterstützen, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie das BQ-Portal geschaffen. Das vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln betreute Informationsportal hilft Unternehmen und Kammern dabei, die ausländischen Berufsabschlüsse zu bewerten.

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PISA-Studie
IW-Nachricht, 6. Dezember 2016

Neue PISA-Studie Großer Handlungsbedarf in MINT-FächernArrow

Nach einem jahrelangen Aufwärtstrend haben sich die Kompetenzen deutscher Schüler zuletzt nicht weiter verbessert. In Mathematik und den Naturwissenschaften haben sie sich im Vergleich zu anderen OECD-Staaten sogar leicht verschlechtert. Das ist insbesondere angesichts des steigenden Fachkräftebedarfs in den MINT-Berufen eine schlechte Nachricht. mehr

6. Dezember 2016

Bildung Kompetenzen stärken, Jobchancen verbessernArrow

In Europa können rund 70 Millionen Menschen nicht richtig lesen, schreiben und rechnen. Auch fehlt es vielen an digitalen Kompetenzen. Die EU-Kommission will das mit ihrer New Skills Agenda ändern. In deren Rahmen sollen unter anderem mehr junge Menschen für eine Berufsausbildung begeistert werden. Der Ansatz ist gut, doch mit dem Hauptpunkt der Agenda, einer „Kompetenzgarantie“, sendet die EU falsche Signale. mehr auf iwd.de

Diversity Management – Bunte Mischung aus Alt und Jung
Gastbeitrag, 5. Dezember 2016

Christiane Flüter-Hoffmann für Mediaplanet Diversity Management – Bunte Mischung aus Alt und JungArrow

Auszubildende unter 20 Jahre und Silver Worker über 65 Jahre – diese beiden Beschäftigtengruppen zeigen die große Spannweite von Altersgruppen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Ein Gastbeitrag von IW-Personalökonomin Christiane Flüter-Hoffmann auf dem Onlineportal erfolg-und-business.de der Agentur Mediaplanet. mehr